Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein: Weiterentwicklung des Pierburg-Geländes

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Robert Schilken, Herausgeber



Klartext​.NRW/ Neuss – Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein wirbt für eine ein­ver­nehm­li­che Weiterentwicklung des Pierburg-​Geländes in Neuss und macht Vorschläge, wie der Konflikt um die künf­tige Nutzung des Areals gelöst wer­den könnte. 

Vor der Sitzung des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung hat sich IHK-​Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz mit einem Brief an Bürgermeister Reiner Breuer gewandt. „In einem Bebauungsplanverfahren sollte sicher­ge­stellt wer­den, dass die Belange der Wirtschaft eine beson­dere Berücksichtigung fin­den, da das Mischgebiet in einem gewerblich-​industriellen Bereich und in unmit­tel­ba­rer Nähe zum Neusser Hafen geplant wird“, erklärte Steinmetz. „Ich nutze noch ein­mal die Gelegenheit, um im Sinne der Wirtschaft und der städ­ti­schen Entwicklung für ein kon­sen­sua­les Vorgehen zu werben.“

Dafür sind aus Sicht der IHK fol­gende Schritte not­wen­dig: Die ohne­hin not­wen­di­gen und im Entwurf vor­lie­gen­den Lärm- und Geruchsgutachten müss­ten unter Beteiligung der Immissionsschutzbehörden ver­voll­stän­digt wer­den. Mit den Immissionsschutzbehörden soll­ten dar­über hin­aus die zur Konfliktbewältigung vor­ge­se­he­nen Festsetzungen und Begründungstexte abge­stimmt wer­den. Die IHK schlägt vor, dass die Stadtverwaltung die für die Unternehmen wich­ti­gen Festsetzungen und Begründungstextbausteine etwa zum Umgang mit Lärm und Geruch sowie einen zeich­ne­ri­schen Plan des Areals ent­wi­ckelt. Diese Festlegungen müss­ten von den Grundstückseigentümern akzep­tiert und soll­ten im Zuge des Verfahrens nicht wie­der infrage gestellt werden.

Steinmetz erin­nert daran, dass für das neue Mischgebiet im Flächennutzungsplan und im Bebauungsplan zwin­gend eine Regionalplanänderung not­wen­dig ist. Der IHK-​Hauptgeschäftsführer for­dert die Stadt auf, dar­zu­le­gen, wie das ver­blei­bende Gewerbe- und Industriegebiet geschützt und gestärkt wer­den kann. „Dies könnte bei­spiels­weise durch Gewerbebebauungspläne für die Flächen west­lich der Leuschstraße und der west­li­chen Bockholtstraße ab der Kreuzung Leuschstraße erreicht wer­den“, so Steinmetz.

Der IHK-​Hauptgeschäftsführer ver­si­cherte, dass die IHK unter die­sen Voraussetzungen die Regionalplanänderung mit­tra­gen würde. „Die IHK und die betrof­fe­nen Neusser Unternehmen ste­hen nach wie vor für einen kon­struk­ti­ven Dialog zur Verfügung. Ich würde mich freuen, wenn wir uns dar­auf ver­stän­di­gen wür­den, die­sen Weg wei­ter­hin gemein­sam zu gehen.“

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