Neuss: Erdgasanschlüsse wer­den auf H‑Gas umge­stellt – Kostenzuschüsse sind mög­lich

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Neuss – In den nächs­ten Tagen fin­den Neusser Haushalte in Hoisten, Weckhoven, Speck/​Wehl und Helpenstein, die mit Erdgas ver­sorgt sind, ein wich­ti­ges Schreiben der Stadtwerke Neuss in ihren Briefkästen.

Das Unternehmen kün­digt darin die anste­hende Umstellung der Erdgasgeräte auf ein ande­res Gas an. Die Umrüstung ist gesetz­lich vor­ge­schrie­ben und betrifft in Neuss ins­ge­samt rund 40.000 Geräte – von der Heizungsanlage über den Gasherd. Zuständig für die Umstellung ist nach dem Energiewirtschaftsgesetz nicht der Gaslieferant, der die Gasrechnung stellt, son­dern der zustän­dige Gasnetzbetreiber: Für das Neusser Netzgebiet sind das die Stadtwerke Neuss.

Warum ist das so?

Neuss wird – wie der größte Teil Nordrhein-​Westfalens – der­zeit mit dem über­wie­gend aus nie­der­län­di­schen und deut­schen Quellen stam­men­den nie­der­ka­lo­ri­schem L‑Gas (low calo­ri­fic gas) ver­sorgt. Da die L‑Gas-​Bestände lang­sam, aber abseh­bar zurück­ge­hen, stellt die Erdgasbranche die Versorgung auf das hoch­ka­lo­ri­sche H‑Gas (high calo­ri­fic gas) um. Dessen Bestände sind gesi­chert. Da H‑Gas einen höhe­ren Brennwert hat, müs­sen die Geräte tech­nisch auf das andere Gas ein­ge­stellt wer­den.

Der zeit­li­che Rahmen

Das Neusser Stadtgebiet wird in zwei Phasen auf das neue Gas umge­stellt. Den Auftakt machen die Stadtteile Hoisten, Weckhoven, Speck/​Wehl und Helpenstein. Sie wer­den in 2021 umge­stellt. In der zwei­ten Phase fol­gen dann alle übri­gen Stadtteile. Sie sol­len nach der der­zei­ti­gen Planung in 2025 umge­stellt wer­den. Für die Erdgasumstellung sind min­des­tens zwei Vor-​Ort-​Termine not­wen­dig:

In einem ers­ten Termin wer­den alle Geräte notiert, um fest­zu­hal­ten, um wel­ches Fabrikat es sich han­delt, wie alt es ist und wie es umge­stellt wer­den kann. Es han­delt sich um eine reine Bestandsaufnahme. Diese Erhebung star­tet in Neuss vor­aus­sicht­lich im Frühjahr 2020.

In einem zwei­ten Termin wer­den die Geräte dann ange­passt. Meist muss nur die Düse gewech­selt oder der Brenner auf das neue Gas ein­ge­stellt wer­den.

Da alle Erdgasgeräte in einem fest vor­ge­schrie­be­nen Zeitraum umge­stellt wer­den müs­sen, han­delt es sich um eine große logis­ti­sche Herausforderung, für die die Stadtwerke Neuss zusätz­lich zer­ti­fi­zierte Fachfirmen beauf­tragt haben. „Es ist wich­tig, dass diese Firmen Zutritt in die betrof­fe­nen Räumlichkeiten erhal­ten, um die Gasgeräte erfas­sen und spä­ter anpas­sen zu kön­nen“, so Florian Krah, Projektleiter bei den Stadtwerken Neuss. „Alle Betroffenen wer­den von uns recht­zei­tig schrift­lich über die anste­hen­den Termine infor­miert.“

Die Kosten blei­ben sta­bil
Die Erhebung, die tech­ni­sche Umrüstung der anpass­ba­ren Geräte und die Qualitätskontrolle sind für die Kunden kos­ten­los. Sie wer­den von den Stadtwerken Neuss als Netzbetreiber über­nom­men.

Die Stadtwerke Neuss haben unter www​.stadt​wer​keneuss​.de/​e​r​d​g​a​s​u​m​s​t​e​l​l​ung eine eigene Seite zum Thema Erdgasumstellung ein­ge­rich­tet.

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