Rhein-​Kreis Neuss: NGG – NRW-​Ticket für 7.500 Azubis soll bil­li­ger werden

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Robert Schilken, Herausgeber



Klartext​.NRW – Für Studenten ist es eine Selbstverständlichkeit, jetzt kommt es auch für Azubis – ein ver­güns­tig­tes Ticket für Bus und Bahn. 

Doch für viele der 7.500 Auszubildenden im Rhein-​Kreis Neuss dürfte die Monatskarte, die ab August zu haben ist, zu teuer sein. Davon geht die Gewerkschaft Nahrung-​Genuss-​Gaststätten (NGG) aus. „Das Ticket kos­tet 62 Euro für einen Verkehrsverbund und 82 Euro für ganz NRW. Mancher Berufsstarter muss da schon genau rech­nen, ob er sich das leis­ten kann“, sagt der Geschäftsführer der NGG Krefeld-​Neuss, Karim Peters. So ver­diene etwa ein ange­hen­der Koch im ers­ten Lehrjahr 750 Euro pro Monat. Der Ticketpreis sei da „alles andere als ein Pappenstiel“, betont Peters.

Die Gewerkschaft NGG hatte sich zusam­men mit dem DGB jah­re­lang für die Einführung eines Azubi-​Tickets in NRW stark­ge­macht. „Angesichts stei­gen­der Mieten in den Großstädten und über­füll­ter Straßen sind immer mehr Azubis auf das Pendeln im Nahverkehr ange­wie­sen. Die Einführung eines ÖPNV-​Ticket war über­fäl­lig“, so Peters. Der Fahrschein erleich­tere es Berufsanfängern, zur Arbeit oder zur Berufsschule zu kom­men. Außerdem gehe es um ein Stück Lebensqualität. „Ob Verwandtschaftsbesuch, Kino oder Kneipenabend – das Ticket hilft dabei, am gesell­schaft­li­chen Leben teilzunehmen.“

Wer jedoch an einer Hochschule ein­ge­schrie­ben ist, zahlt für ein NRW-​Semesterticket ledig­lich um die 170 Euro – und kann damit sechs Monate lang fah­ren. „In die­ser Größenordnung sollte sich auch das Azubi-​Ticket bewe­gen“, for­dert Peters. Die NGG Krefeld-​Neuss ruft Landesverkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) nun zu Nachverhandlungen mit den Verkehrsbetrieben auf. Notfalls müss­ten zusätz­li­che Haushaltsmittel auf­ge­bracht wer­den. Karim Peters: „Mobilität ist zu einer ent­schei­den­den Frage für Berufsanfänger gewor­den. Das darf nicht am Geld scheitern.“ 

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