Neuss: Anrufer gab sich als Polizeibeamter aus – Betrüger waren erfolgreich

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss/​Rhein-​Kreis Neuss (ots) Am Samstag (22.06.) erhielt die Polizei im Rhein-​Kreis Neuss den Hinweis auf einen betrü­ge­ri­schen Anruf, bei dem sich ein Unbekannter als Polizeibeamter ausgab.

Bei die­sen Anrufern han­delt es sich nicht um Polizisten, son­dern um Betrüger, die die Kontaktierten in Angst und Schrecken ver­set­zen und dies für ihre Zwecke ausnutzen.

Einem Anrufer gelang es am Freitagabend (21.06.), gegen 21:30 Uhr, in einem län­ge­ren Gespräch, eine Neusser Seniorin dazu zu bewe­gen, sei­nem angeb­li­chen „Kollegen” Schmuck und Bargeld zu über­ge­ben. Laut der Story des hoch­deutsch spre­chen­den Anrufers habe man erfah­ren, dass sie auf der Liste von Einbrechern erscheint und ein „Überfall” auf ihr Haus kurz bevor stünde.

Um nicht Opfer der Verbrecherbande zu wer­den, könne ein Mitarbeiter das Hab und Gut abho­len kom­men, um es in Verwahrung zu neh­men. Wie ver­ab­re­det, packte die Seniorin ihren Schmuck und Bargeld in einen Beutel. Anschließend legte sie die bunte Tasche vor ihrer Haustür an der Stephanusstraße im Stadtteil Grefrath ab, wo sie zu einem bis­lang unbe­stimm­ten Zeitpunkt von einem/​einer Unbekannten (eine Personenbeschreibung liegt nicht vor) abge­holt wor­den war.

Als sich die ältere Dame am Samstag (22.06.) ihrer Tochter offen­barte und den Vorfall schil­derte, stellte sich her­aus, dass sie offen­sicht­lich Betrügern auf­ge­ses­sen war. Die Ermittlungen im geschil­der­ten Fall über­nahm das Neusser Fachkommissariat. Mögliche Hinweisgeber wer­den um einen Anruf bei der Polizei gebe­ten (Telefon 02131 3000).

Die Masche der Betrüger ist nicht neu. Die „fal­schen Polizeibeamten” bie­ten immer an, die Wertgegenstände sicher bei der Polizei zu ver­wah­ren. Dafür würde ein Kollege vor­bei­kom­men und diese abho­len. Tipps der „ech­ten Polizei”, um nicht Opfer von Betrügern zu wer­den: Machen Sie am Telefon keine Angaben zu Ihren Vermögensverhältnissen.

Geben Sie keine per­sön­li­chen Daten her­aus. Beenden Sie das Gespräch – legen Sie auf. Lassen Sie sich nicht ein­schüch­tern oder drän­gen. Notieren Sie – wenn mög­lich – Uhrzeit des Anrufes, den Namen des angeb­li­chen Polizisten und die Telefonnummer. Informieren Sie anschlie­ßend die Polizei (02131–3000 oder Notruf 110).

Grundsätzlich gilt: Die echte Polizei wird sich nie­mals am Telefon nach dem Aufbewahrungsort von Schmuck und Bargeld erkundigen.

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