Rhein-​Kreis Neuss: Landrat Petrauschkes Vorschlag: Service- und Koordinierungsgesellschaft für preis­güns­ti­gen Wohnraum

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Rhein-​Kreis Neuss – Eine Service- und Koordinierungsgesellschaft soll künf­tig zur Deckung des Bedarfs an preis­güns­ti­gen Wohnraum im Rhein-​Kreis Neuss bei­tra­gen.

Dies schlägt Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke dem Kreisausschuss vor, um der star­ken Nachfrage am Wohnungsmarkt in der Region gerecht zu wer­den.

Der in unse­rer Wohnungsbedarfsanalyse errech­nete jähr­li­che Bedarf an geför­der­ten Wohnraum wird bei wei­tem nicht erreicht“, so der Landrat. Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­den kreis­weit nur 63 geför­derte Wohneinheiten fer­tig­ge­stellt. Nach der durch InWIS im Auftrag des Kreises und gemein­sam mit den kreis­an­ge­hö­ri­gen Kommunen ent­wi­ckel­ten Analyse besteht aber ein jähr­li­cher Bedarf von 343 Wohneinheiten. Dieser Umfang wurde in den ver­gan­ge­nen Jahren weder fer­tig­ge­stellt noch bean­tragt.

Dabei schei­tere der Bau wei­te­rer preis­güns­ti­ger Wohnungen nicht an feh­len­den Fördermitteln. „Es musste noch kein Antrag wegen nicht aus­rei­chen­den Mitteln abge­lehnt wer­den“, berich­tet Petrauschke. Für 2019 hat das Land Nordrhein-​Westfalen die Wohnraumfördermittel noch­mals erhöht.

Die neue Gesellschaft soll künf­tig im Auftrag der Kommunen den Bau von geför­der­ten und preis­güns­ti­gen Wohnraum umset­zen sowie sich auch um die Wohnungsverwaltung küm­mern. Das Eigentum an den Grundstücken bleibt dabei bei den Kommunen.

Für die Geschäftsführung der Gesellschaft möchte Petrauschke dabei kein eige­nen Personalkörper auf­bauen, son­dern bereits am Markt aktive Akteure im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrages hier­mit beauf­tra­gen. „So kann die Gesellschaft schnell an den Start gehen, muss nicht erst Fachwissen auf­bauen, ist fle­xi­bel und auch schon bei einer gerin­gen Anzahl an Wohneinheiten hand­lungs­fä­hig und trägt sich finan­zi­ell“, erläu­tert der Landrat. Für die Übernahme der Geschäftsführung sei er in Gesprächen mit der Kreisbau Mönchengladbach. Mit der Planung und dem Bau ein­zel­ner Objekte kön­nen unter­schied­li­che Akteure am Wohnungsmarkt ent­spre­chend der dort freien Kapazitäten beauf­tragt wer­den.

Für das jetzt vor­ge­stellte Konzept hat Petrauschke im Vorfeld per­sön­li­che Gespräche mit allen kreis­an­ge­hö­ri­gen Kommunen, Wohnungsbauunternehmen aus der Region sowie dem Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen geführt. Dabei haben einige Kommunen aus dem Kreis bereits ihr Interesse an der Nutzung der Konzeption geäu­ßert.

Uns eint das Ziel, aus­rei­chend preis­güns­ti­gen Wohnraum für die Menschen im Rhein-​Kreis Neuss zu schaf­fen. Mit der neuen Gesellschaft ver­fü­gen wir dann über einen Akteur, mit dem die öffent­li­che Hand auch dort Hand anle­gen kann, wo noch keine kom­mu­nale Gesellschaft aktiv ist“, so Petrauschke zu den Vorteilen des Konzeptes.

Als nächs­ter Schritt soll nach Zustimmung durch den Kreisausschuss gemein­sam mit den inter­es­sier­ten Kommunen eine Gesellschaftssatzung erar­bei­tet sowie die Konzeption wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den. Der Kreistag hat im Doppelhaushalt 2019/​2020 des Kreises drei Millionen Euro für Wohnungsbau bereit­ge­stellt. Interessierten Kommunen soll eine Beteiligung an der Gesellschaft eben­falls ermög­licht wer­den.

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