Kaarst: Erschreckenden Insektenschwund – Wildblumenwiesen sind ein Gewinn

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Robert Schilken, Herausgeber



Kaarst – Was für den Betrachter gut aus­sieht, ist für die Insekten (über-) lebens­not­wen­dig. Die soge­nannte Krefelder Studie hat 2017 den erschre­cken­den Insektenschwund auf­ge­deckt und eine große öffent­li­che Diskussion über das Insektensterben ausgelöst. 

In den ver­gan­ge­nen 30 Jahren ist die Masse der Insekten laut der Krefelder Studie durch­schnitt­lich um etwa 75 Prozent zurück­ge­gan­gen. Insekten sind wich­tige „Dienstleister“ in der Natur – alleine als Bestäuber von Wild- und Nutzpflanzen sind sie unab­ding­bar. Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus freut sich daher über jede bunte Blumenwiese im Stadtgebiet und das unüber­hör­bare Brummen zahl­lo­ser Hummeln und Bienen:

Im Mai bin ich dem kreis­wei­ten Aktionsbündnis für Insekten im Rhein-​Kreis Neuss bei­getre­ten und schon sind erste Erfolge sicht­bar.“ Dabei sah es zunächst schlecht aus für die drei Wildblumenflächen in unse­rem Stadtgebiet, die auf einen Beschluss des Bau- und Umweltausschusses hin im Frühjahr 2018 ange­legt wor­den sind.

Das aus­ge­brachte Saatgut keimte bei der anhal­ten­den Hitze und Trockenheit nicht aus. Nur Wildkräuter trotz­ten den Bedingungen. Durch mehr­ma­li­ges Abmähen wur­den diese klein­ge­hal­ten. Die Initiatoren aus den Bereichen Stadtentwicklung, Tiefbau und Bauhof hoff­ten auf eine güns­tige Witterung im Frühjahr, die nun auch ein­trat: Die Wildblumenflächen am St.-Eustachiusplatz in Vorst und im Grünzug Commerhof in Holzbüttgen ste­hen in schöns­ter Blüte.

Um den hei­mi­schen Insekten eine opti­male Nahrungsquelle und Lebensraum zu bie­ten, ist auf den Wildblumenwiesen in Kaarst soge­nann­tes regio­na­les Saatgut ver­wen­det wor­den. Dieses hat einen wesent­lich höhe­ren öko­lo­gi­schen Nutzen als die her­kömm­li­chen Blumenmischungen. „Wir wer­den wei­tere Projekte ver­wirk­li­chen, um dem Negativtrend bei den Insekten ent­ge­gen­zu­wir­ken“, kün­digt Dr. Nienhaus an. „Die Wildblumenwiesen sind ein Gewinn für unsere Freiflächen.“

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