Klartext​.NRW: Düsseldorf: Straßenbahn in Lierenfeld ent­gleist – 21 Menschen kamen ins Krankenhaus

Düsseldorf (ots) Dienstag, 4. Juni 2019, 19.39 Uhr – Aus bis­lang unge­klär­ter Ursache kam es zu einem Alleinunfall mit Entgleisung bei einer mit rund 50 Fahrgästen besetz­ten Straßenbahn.

Der Rettungsdienst unter­suchte 27 Fahrgäste, 21 davon muss­ten anschlie­ßend in ein Krankenhaus trans­por­tiert wer­den, Lebensgefahr bestand nicht. Die Bergung der Straßenbahn dau­erte bis in die Nacht.

Über die Notrufnummer 112 mel­de­ten Passanten der Feuerwehr Düsseldorf einen Unfall mit einer Straßenbahn in Lierenfeld. Sofort ent­sen­det der Leitstellendisponent ein Großaufgebot an Feuerwehr‐ und Rettungsdiensteinheiten zu der Unfallstelle. Als wenige Minuten spä­ter die ers­ten Einsatzkräfte vor Ort ein­tra­fen, bot sich fol­gen­des Bild. Eine mit rund 50 Fahrgästen besetzte Straßenbahn war im Bereich des Abzweigs auf der Karl‐​Geusen‐​Straße zum Betriebshof der Rheinbahn aus den Schienen gesprun­gen und vor einem Gitter zum Stehen gekom­men. Teile der Oberleitung waren beschä­digt und hin­gen her­un­ter. Dieser Unfall ereig­nete sich ohne die Beteiligung wei­te­rer Fahrzeuge.

Sofort ent­sen­dete der Einsatzleiter meh­rere Notfallsanitäter von Feuerwehr und Rettungsdienst in die Bahn, um die Fahrgäste auf Verletzungen zu unter­su­chen. Zeitgleich wurde in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern der Rheinbahn die Oberleitung abge­schal­tet und geer­det. Aufgrund der Vielzahl an Fahrgästen und den zu erwar­ten­den Verletzten for­derte der Einsatzleiter umge­hend wei­tere Rettungswagen, einen Notarzt sowie einen Feuerwehrbus an.

Insgesamt unter­such­ten die bei­den Notärzte sowie die Notfallsanitäter 27 Fahrgäste. Davon waren zwei mit­tel­schwer ver­letzt, wei­tere 20 leicht ver­letzt und 21 muss­ten anschlie­ßend mit dem Rettungsdienst in Düsseldorfer Krankenhäuser trans­por­tiert wer­den. Ein Patient ver­wei­gerte die Mitfahrt und blieb vor Ort. Bei fünf Beteiligten konn­ten keine Verletzungen fest­ge­stellt wer­den, hier war keine ärzt­li­che Behandlung in einem Krankenhaus not­wen­dig. Bei allen Verletzten bestand keine Lebensgefahr.

Nachdem die medi­zi­ni­sche Versorgung aller Verletzten abge­schlos­sen war, unter­stütze die Feuerwehr Düsseldorf mit dem eben­falls vor Ort befind­li­chen Rüstzug beim Reinheben der Straßenbahn auf die Schienen. Diese Arbeiten gestal­te­ten sich als sehr zeit­auf­wen­dig, da jede Achse ein­zeln ange­ho­ben und ins Gleis gesetzt wer­den musste. Anschließend repa­rier­ten Mitarbeiter der Rheinbahn die beschä­digte Oberleitung, sodass die letz­ten Einsatzkräfte der Feuerwehr gegen 2.15 Uhr zu ihren Wachen zurück­keh­ren konn­ten. Die Feuerwehr Düsseldorf war zu Spitzenzeiten mit rund 60 Einsatzkräften vor Ort gewe­sen.

Aus dem Rhein‐​Kreis Neuss waren eben­falls Rettungsmittel zur Unterstützung ange­for­dert, diese muss­ten aber bei der Versorgung und dem Abtransport der Verletzten nicht mehr hel­fen. Für die Einsatzdauer musste die Karl‐​Geusen‐​Straße teil­weise in beide Fahrtrichtungen kom­plett gesperrt wer­den.

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