Klartext​.NRW: Düsseldorf: Straßenbahn in Lierenfeld ent­gleist – 21 Menschen kamen ins Krankenhaus

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!
Wussten Sie das dafür ein hoher Zeitaufwand erforderlich ist? Auch die Aufwendungen für Reportagen und die Internetkosten sind nicht unerheblich.

Werbung ist die einzige Möglichkeit Kosten zu decken. Diese Art der Finanzierung macht jedoch abhängig. Aber Unabhängigkeit ist ein hohes Gut, welches ich unbedingt bewahren möchte und die "Werbebanner" sind unbeliebt.

Daher bitte ich meine zahlreichen Leser um Unterstützung. Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 5,- Euro monatlich einbringen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, der Fortbestand gesichert sowie Werbebanner reduziert werden.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber


Düsseldorf (ots) Dienstag, 4. Juni 2019, 19.39 Uhr – Aus bis­lang unge­klär­ter Ursache kam es zu einem Alleinunfall mit Entgleisung bei einer mit rund 50 Fahrgästen besetz­ten Straßenbahn.

Der Rettungsdienst unter­suchte 27 Fahrgäste, 21 davon muss­ten anschlie­ßend in ein Krankenhaus trans­por­tiert wer­den, Lebensgefahr bestand nicht. Die Bergung der Straßenbahn dau­erte bis in die Nacht.

Über die Notrufnummer 112 mel­de­ten Passanten der Feuerwehr Düsseldorf einen Unfall mit einer Straßenbahn in Lierenfeld. Sofort ent­sen­det der Leitstellendisponent ein Großaufgebot an Feuerwehr- und Rettungsdiensteinheiten zu der Unfallstelle. Als wenige Minuten spä­ter die ers­ten Einsatzkräfte vor Ort ein­tra­fen, bot sich fol­gen­des Bild. Eine mit rund 50 Fahrgästen besetzte Straßenbahn war im Bereich des Abzweigs auf der Karl-​Geusen-​Straße zum Betriebshof der Rheinbahn aus den Schienen gesprun­gen und vor einem Gitter zum Stehen gekom­men. Teile der Oberleitung waren beschä­digt und hin­gen her­un­ter. Dieser Unfall ereig­nete sich ohne die Beteiligung wei­te­rer Fahrzeuge.

Sofort ent­sen­dete der Einsatzleiter meh­rere Notfallsanitäter von Feuerwehr und Rettungsdienst in die Bahn, um die Fahrgäste auf Verletzungen zu unter­su­chen. Zeitgleich wurde in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern der Rheinbahn die Oberleitung abge­schal­tet und geer­det. Aufgrund der Vielzahl an Fahrgästen und den zu erwar­ten­den Verletzten for­derte der Einsatzleiter umge­hend wei­tere Rettungswagen, einen Notarzt sowie einen Feuerwehrbus an.

Insgesamt unter­such­ten die bei­den Notärzte sowie die Notfallsanitäter 27 Fahrgäste. Davon waren zwei mit­tel­schwer ver­letzt, wei­tere 20 leicht ver­letzt und 21 muss­ten anschlie­ßend mit dem Rettungsdienst in Düsseldorfer Krankenhäuser trans­por­tiert wer­den. Ein Patient ver­wei­gerte die Mitfahrt und blieb vor Ort. Bei fünf Beteiligten konn­ten keine Verletzungen fest­ge­stellt wer­den, hier war keine ärzt­li­che Behandlung in einem Krankenhaus not­wen­dig. Bei allen Verletzten bestand keine Lebensgefahr.

Nachdem die medi­zi­ni­sche Versorgung aller Verletzten abge­schlos­sen war, unter­stütze die Feuerwehr Düsseldorf mit dem eben­falls vor Ort befind­li­chen Rüstzug beim Reinheben der Straßenbahn auf die Schienen. Diese Arbeiten gestal­te­ten sich als sehr zeit­auf­wen­dig, da jede Achse ein­zeln ange­ho­ben und ins Gleis gesetzt wer­den musste. Anschließend repa­rier­ten Mitarbeiter der Rheinbahn die beschä­digte Oberleitung, sodass die letz­ten Einsatzkräfte der Feuerwehr gegen 2.15 Uhr zu ihren Wachen zurück­keh­ren konn­ten. Die Feuerwehr Düsseldorf war zu Spitzenzeiten mit rund 60 Einsatzkräften vor Ort gewe­sen.

Aus dem Rhein-​Kreis Neuss waren eben­falls Rettungsmittel zur Unterstützung ange­for­dert, diese muss­ten aber bei der Versorgung und dem Abtransport der Verletzten nicht mehr hel­fen. Für die Einsatzdauer musste die Karl-​Geusen-​Straße teil­weise in beide Fahrtrichtungen kom­plett gesperrt wer­den.

(43 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)