Neuss: Neugestaltung des Rhododendronhains im Botanischen Garten

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Spät abends, Ende April kam ein LKW von sei­ner Tour aus Norddeutschland zurück in Neuss an: Lang erwar­tet und mit viel Vorfreude wurde neue Rhododendren von dem Gärtnermeister Peter Rossbach und der städ­ti­schen Kolonne um Michael vom Dorff ent­la­den und im bota­ni­schen Garten eingepflanzt. 

Damit wurde ein gemein­sa­mes Projekt der Freunde und Förderer des bota­ni­sche Gartens e.V. und dem städ­ti­schen Amt für Stadtgrün, Umwelt und Klima erfolg­reich umge­setzt. Wie kam es dazu? Schon län­ger krän­kel­ten die Rhododendren hin­ter dem Eingang an der Bergheimer Straße und boten den Besucherinnen und Besuchern nur noch wäh­rend der Blütezeit einen schö­nen Anblick.

Da kam die Hilfe des Vereins, ver­tre­ten durch Renate Tillmanns, wie geru­fen, mit finan­zi­el­ler Unterstützung und dem – nicht nur his­to­ri­schen – Wissen um Entwicklung des bota­ni­schen Gartens eine Sanierung vor­zu­neh­men: Gemeinsam stieg man in die Neugestaltung des Rhododendronhains ein.

Schnell waren sich die Fachleute einig, dass die neue Pflanzung ganz im Geiste des Vaters des bota­ni­schen Garten, Heinrich de Cloer, gestal­tet wer­den sollte. Dieser hatte in der Nachkriegszeit suk­zes­sive den ehe­ma­li­gen Sportplatz zu einem klei­nen Park, dem heu­ti­gen bota­ni­schen Garten umge­baut. Nun bestand die Herausforderung darin Rhododendren zu fin­den, die die­sen Charme der 50er Jahre wie­der­ga­ben. Die sorg­fäl­tige Recherche von Georg Gremmer als aner­kann­ter Fachmann des Fördervereins brachte Hinweise ers­ter Züchtungen zu den in Frage kom­men­den Arten und Sorten der 50er Jahre zutage.

Aber gibt es diese Rhododendren heute noch? Und wenn es sie gibt – wo sind sie zu erhal­ten? Nachdem die Amtsleiterin Henrike Mölleken einen Rundruf in ihrem Netzwerk abge­setzt hatte, wo sol­che Pflanzen zu erhal­ten sind, begann eine ein­ma­lige Zusammenarbeit mit Dr. Hartwig Schepker, dem Leiter des Rhododendronparks in Bremen. Dort wer­den seit Jahren diese alten Sorten gezüch­tet und ver­mehrt. Es soll­ten nur sol­che Pflanzen zum Einsatz kom­men, die sicher frost­hart und dabei außer­dem blüh­wil­lig sind.

Eine Liste wurde zusam­men­ge­stellt, die Freunde und Förderer des bota­ni­schen Gartens e.V. haben die Kosten für die Pflanzen getra­gen, das städ­ti­sche Amt für Stadtgrün, Umwelt und Klima über­nahm Transport und Pflanzung und so fan­den bei opti­ma­len Wetterbedingungen die aus­ge­wähl­ten Rhododendren in Neuss ein neues Zuhause.

Gut beglei­tet von den Eisheiligen ver­lie­fen auch die ers­ten Wochen nach der Pflanzung hin­sicht­lich des Wetters opti­mal. Die neuen Pflanzen star­te­ten sofort durch und mach­ten kräf­tige neue Austriebe, andere blü­hen schon. Besucherinnen und Besucher kön­nen sich an der weiß­blü­hen­den ‚Helene Schiffner‘, der roten „Margot“ oder an der Sorte ‚Bismarck‘, die in einem Pastellton mit dunk­lem Auge blüht, erfreuen. Ein Dank gilt auch allen Paten von Bäumen und Sträuchern im Botanischen Garten, die mit Ihrem Beitrag diese Aktion ermög­licht haben.

Foto: Stadt

(70 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)