Rommerskirchen: Anrufer gab sich als Polizeibeamter aus – Betrüger waren erfolg­reich

Rommerskirchen‐​Nettesheim (ots) Die Polizei im Rhein‐​Kreis Neuss erhielt am Mittwoch (22.05.) den Hinweis auf einen betrü­ge­ri­schen Anruf, bei dem sich ein Unbekannter als Polizeibeamter aus­gab.

Bei die­sen Anrufern han­delt es sich nicht um Polizisten, son­dern um Betrüger, die die Kontaktierten in Angst und Schrecken ver­set­zen und dies für ihre Zwecke aus­nut­zen. Einem Anrufer gelang es am Dienstagabend (21.05.), gegen 21:40 Uhr, in einem Gespräch, eine über 80‐​jährige Rommerskirchenerin dazu zu bewe­gen, sei­nem angeb­li­chen „Kollegen” Schmuck zu über­ge­ben.

Laut der Story des Anrufers habe man erfah­ren, dass Einbrechern unter ande­rem die Daten der Frau bekannt sind und sie auf ihrer „Liste” steht. Um nicht Opfer der Verbrecherbande zu wer­den, könne ein Mitarbeiter das Hab und Gut abho­len kom­men, um es in Verwahrung zu neh­men.

Wie ver­ab­re­det, erschien der akzent­frei deutsch spre­chende Bote, der im Bereich Nettesheim aktiv war, gegen 01:00 Uhr an der Wohnanschrift der Seniorin. Die Frau über­gab Schmuck und der Unbekannte ver­schwand. Er hatte nach Angaben der älte­ren Dame ein schlanke Statur, glat­tes dunk­les Haar und trug eine Jacke.

Die Masche der Betrüger ist nicht neu. Die „fal­schen Polizeibeamten” bie­ten immer an, die Wertgegenstände sicher bei der Polizei zu ver­wah­ren. Dafür würde ein Kollege vor­bei­kom­men und diese abho­len. Tipps der „ech­ten Polizei”, um nicht Opfer von Betrügern zu wer­den: Machen Sie am Telefon keine Angaben zu Ihren Vermögensverhältnissen. Geben Sie keine per­sön­li­chen Daten her­aus. Beenden Sie das Gespräch – legen Sie auf. Lassen Sie sich nicht ein­schüch­tern oder drän­gen.

Notieren Sie – wenn mög­lich – Uhrzeit des Anrufes, den Namen des angeb­li­chen Polizisten und die Telefonnummer. Informieren Sie anschlie­ßend die Polizei (02131–3000 oder Notruf 110). Grundsätzlich gilt: Die echte Polizei wird sich nie­mals am Telefon nach dem Aufbewahrungsort von Schmuck und Bargeld erkun­di­gen.

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