Klartext​.NRW: Bezirksregierung – 42 von 43 geprüf­ten Starthilfekabel wie­sen Mängel auf

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Klartext​.NRW – Die Bezirksregierung Düsseldorf hat bei einer Marktüberwachungsaktion von Februar bis Mai Starthilfekabel unter die Lupe genom­men. Das Ergebnis ist ernüchternd: 

Von 43 getes­te­ten Produkten wie­sen 42 for­male oder tech­ni­sche Mängel auf. 33 muss­ten sofort aus dem Verkehr gezo­gen wer­den, weil sie nicht die vor­ge­schrie­bene Vollisolierung der Polzangen auf­wie­sen. Die Arbeitsschützer der Bezirksregierung raten des­halb den Verbrauchern drin­gend, sich vor dem Kauf ein­ge­hend zu informieren.

Den Fokus rich­te­ten die für Produktsicherheit zustän­di­gen Mitarbeiter der Bezirksregierung auf den Onlinehandel. Dort lie­ßen sich oft schon anhand der Bilder, Texte und Kundenrezensionen Auffälligkeiten fest­stel­len. Aber auch im sta­tio­nä­ren Handel waren die Kollegen unter­wegs. Bei ihren Kontrollen ach­te­ten sie sowohl auf for­male Vorgaben wie Kennzeichnung oder Gebrauchsanleitung, aber auch auf tech­ni­sche Vorschriften, wie die Vollisolierung der Polzangen. 

Wenn diese Isolierung nicht vor­han­den ist, oder die Kräfte zum Öffnen der Polzange zu klein sind, besteht die Gefahr, dass die Zangen abrut­schen und es zu einem Kurzschluss im Motorraum kommt, der im schlimms­ten Fall zum Brand des Fahrzeugs füh­ren kann.

Aber auch eine feh­lende oder man­gel­hafte Gebrauchsanleitung kann zu Kurzschlüssen füh­ren, da beim Anklemmen des Starthilfekabels auf die rich­tige Reihenfolge zu ach­ten ist.

  • Die Bezirksregierung rät Verbrauchern des­halb, beim Kauf von Starthilfekabeln auf fol­gende Punkte zu achten: 
  • Auf dem Produkt müs­sen Name und Kontaktanschrift des Herstellers bzw. des Einführers ange­bracht sein.
  • Auf dem Produkt muss eine Typbezeichnung ange­bracht sein.
  • Das Starthilfekabel sollte der Norm DIN 72553 entsprechen
  • Das Starthilfekabel muss eine gut les­bare Gebrauchsanleitung haben, die alle wesent­li­chen und sicher­heits­re­le­van­ten Angaben und Erläuterungen für den Gebrauch des Starthilfekabels enthält.
  • Das Starthilfekabel muss einen der Batteriegröße bzw. dem Motor (Diesel/​Benzin und Hubraum) ent­spre­chen­den Leiterquerschnitt haben, min­des­tens jedoch 16 mm².
  • Die Polzangen müs­sen voll­iso­liert sein.
  • Die Federn der Polzangen müs­sen aus­rei­chend kräf­tig sein, um ein unbe­ab­sich­tig­tes lösen durch die her­un­ter­hän­gen­den Kabel zu verhindern.
  • Das Starthilfekabel sollte eine Verpackung haben, mit der es dau­er­haft nach Verwendung zum Schutz vor Beschädigungen wie­der unter­ge­bracht wer­den kann.

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