Neuss: „Verkehrspaket“ für Stadionviertel – Mehr Parkplätze und kos­ten­lo­ses Parken

Neuss – Der Planungsausschuss der Stadt Neuss hat in seiner letzten Sitzung auf Antrag der SPD ein umfangreiches Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, um die Verkehrsprobleme im Stadionviertel in den Griff zu bekommen.

„Ich freue mich, dass das Lukaskrankenhaus zugesagt hat, sich mit vielen Maßnahmen an einer Problemlösung zu beteiligen“, sagt der SPD-Parteivorsitzende Sascha Karbowiak. Er ist seit 2011 Wahlkreisbetreuer der SPD für das Stadionviertel und hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich für Verbesserungen eingesetzt.

Lukaskrankenhaus-Geschäftsführer zu Gast im Planungsausschuss
Ebenfalls auf Antrag der SPD war mit Dr. Nikolas Krämer der Geschäftsführer des Lukaskrankenhauses zu Gast im Planungsausschuss. Denn in ihrem Antrag haben die Sozialdemokraten die Verwaltung beauftragt, gemeinsam mit dem Lukaskrankenhaus an Verbesserungsvorschlägen zu arbeiten und die Ergebnisse anschließend im Planungsausschuss vorzustellen. „Die vorgestellten Überlegungen sind ein großer Schritt in die richtige Richtung“, sagt Sascha Karbowiak.

Mehr Parkplätze und kostenloses Parken
Das Lukaskrankenhaus hat zugesagt, in einem ersten Schritt auf dem Krankenhausgelände 68 zusätzliche Parkplätze zu bauen. Knapp 276.000 Euro sollen für die zusätzlichen Parkplätze investiert werden. Und auch das im SPD-Antrag geforderte Parkhaus mit bis zu 300 zusätzlichen Stellplätzen soll weiterverfolgt werden. „Hierbei soll auch geprüft werden, ob sich die Stadt Neuss oder die medicoreha an den Kosten beteiligen können“, sagt Sascha Karbowiak. Die Benutzung des Besucherparkplatzes soll zukünftig für die ersten 30 Minuten kostenlos sein. Außerdem wird geprüft, ob nicht sogar die erste Stunde kostenlos sein kann. Darüber hinaus soll die Stadtverwaltung sicherstellen, dass sich auch die medicoreha an einer Problemlösung beteiligt.
 
Besseres Beschilderungskonzept in Prüfung
Als weitere Maßnahme sollen alle Beteiligten an einem besseren Beschilderungskonzept arbeiten. Neben Hinweisen auf die zukünftige kostenlose Benutzung des Krankenhausparkplatzes soll stärker darauf hingewiesen werden, dass die Ehrlichstraße eigentlich eine reine Anliegerstraße ist. „Auch die ausgearbeiteten Vorschläge der Anwohnerinnen und Anwohner sollen in die Prüfung einbezogen werden“, freut sich Sascha Karbowiak. In einer der nächsten Sitzungen des Planungsausschusses soll die Verwaltung das finale Maßnahmenpaket vorlegen.
 
Krankenhaus-Verwaltungsrat muss Maßnahmen mittragen
Denn für die zusätzlichen Parkplätze und den möglichen Bau eines Parkhauses müssen im Verwaltungsrat des Lukaskrankenhauses noch finanzielle Mittel bereitgestellt werden. Der Investitionsplan des Krankenhauses wird vermutlich im September zur Beratung vorgelegt. Erst wenn das passiert ist, können die größeren Maßnahmen in Angriff genommen werden. „Ich freue mich jedenfalls, dass endlich Bewegung in die Sache kommt“, sagt Sascha Karbowiak. Wichtig sei es nun, „dass alle Beteiligten den eingeschlagenen Weg fortsetzen“, so Sascha Karbowiak.

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