Meerbusch: Löschzug Büderich übt den Einsatzfall im Gleisbereich

Meerbusch – Der Löschzug Büderich der Feuerwehr Meerbusch hat in diesen Tagen einen neuen Erdungssatz in Betrieb genommen.

Damit ist die Feuerwehr Meerbusch nun in der Lage bei Unfällen im Schienenverkehr der Rheinbahn die erforderliche Sicherung der Gleise durch Erden, also das Kurzschließen des stromführenden Fahrleiters mit der Schiene, schnellstmöglich herzustellen, um dann am eigentlichen Unfallwagen tätig werden zu können.

Damit der Umgang mit den 700V führenden Spannungsteilen im Bahnverkehr gefahrlos für die Einsatzkräfte möglich ist, wurde die Feuerwehr durch Experten der Rheinbahn unterwiesen und konnte alle erforderliche Schritte und Handgriff zur Erdung auf dem Betriebshof der Rheinbahn in Düsseldorf Lierenfeld üben und einstudieren. Auf Grund der Gefahr durch die Elektrizität, gerade wenn die angenommene Einsatzlage ein Unfall mit einem abgerissenen Fahrdraht auf der durch Büderich und Osterath laufenden Straßenbahnlinien sein sollte, muss die Unfallstelle schnellstens abgesichert werden, bevor die Retter sich selber in Gefahr begeben.

Hierzu wird bewusst ein Kurzschluss durch die Einsatzkräfte an der Einsatzstelle erzeugt, damit nicht ungewollt eine gefährliche Spannung aus dem Fahrleiter an den Wagons oder den metallischen Geräten der Feuerwehr anliegt. Durch die erfolgte Ausbildung und die technischen Mittel kann die Feuerwehr Meerbusch im Notfall noch schneller tätig werden. Bisher wurde die Erdung durch den technischen Entstörungsdienst der Rheinbahn durchgeführt, der parallel mit der Feuerwehr in solchen Fällen alarmiert wird - aber unter Umständen eine längere Anfahrt zur Einsatzstelle hat. Dies bringt den Rettern im Einsatz einen wichtigen Zeitvorteil.

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