Meerbusch: Boden auf Grundstücken in Osterath wird unter­sucht – Konverterstation

Meerbusch-Osterath – Zur weiteren Detailplanung der Konverteranlage für die Gleichstromverbindung Ultranet lässt Amprion seit gestern, 14. Mai 2019, den Boden auf Grundstücken am südlichen Ortsrand von Osterath untersuchen.

Die Baugrundsondierung dient dazu, die Planung der Konverterstation auf die Eigenschaften des Bodens abzustimmen. Die Untersuchungen werden von der Firma CDM Smith Consult GmbH im Auftrag von Amprion durchgeführt. Die Arbeiten dauern voraussichtlich circa drei Wochen.

Nach der standortunabhängigen Beauftragung der Anlage Ende Oktober 2015 läuft derzeit die so genannte Engineeringphase für die Detailplanung zur Technik und Architektur der Anlage auf dem alternativ zur Dreiecksfläche Kaarst geplanten Standort Osterath (Standortfläche II/2).

Die Planungen für die Umrichterstation über 700 Meter vom Ortsrand von Osterath entfernt werden vorangetrieben, da die planungsrechtliche Restriktion, die Zielausweisung für Kiesabbau, auf der favorisierten Dreiecksfläche in Kaarst weiterhin besteht.

Die Gleichstromverbindung Ultranet zwischen den Netzverknüpfungspunkten Osterath und Philippsburg bildet den rund 340 Kilometer langen südlichen Teil des Korridors A zwischen Emden und Philippsburg. Die Verbindung ist als Vorhaben 1 und 2 im Bundesbedarfsplan gesetzlich festgeschrieben. Sie zählt zu den drei Hauptschlagadern der Energiewende. Nach Fertigstellung wird diese Gleichstromverbindung eine große Menge der elektrischen Energie aus dem windreichen Norden in die Verbrauchszentren im Westen und Süden Deutschlands transportieren. Amprion verantwortet den nördlichen Teil des Projekts bis Mannheim-Wallstadt. Von dort plant TransnetBW den weiteren Verlauf bis Philippsburg.

Mit der Eingliederung des Projekts in das Bundesbedarfsplangesetz war der Bedarf zur Umsetzung von Ultranet im Jahr 2013 gesetzlich verankert worden. Sein Status als "Projekt von gemeinsamen Interesse" (PCI) der Europäischen Union, gemäß der Leitlinien für die transeuropäische Energie-Infrastruktur, unterstreicht die hohe volkswirtschaftliche und energiewirtschaftliche Bedeutung der Gleichstromverbindung auf europäischer Ebene.

Quelle: Amprion

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