Neuss: Rheinhafen – Geretteter „Mann über Bord” gesund zurück – Schiff wurde umgeleitet

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Robert Schilken, Herausgeber



Mettmann (ots) „Mann über Bord !” – eine bei inlän­di­schen Polizeibehörden eher sel­tene Meldung – erreichte am Montagnachmittag des 13.05.2019, gegen 16.00 Uhr, die Polizei im Kreis Mettmann.

Mit der gewohn­ten Professionalität und gro­ßem per­sön­li­chen Engagement vie­ler betei­lig­ter „Landratten”, letzt­end­lich dann aber auch noch mit Unterstützung der Wasserschutzpolizei, konnte der unge­wöhn­li­che Vorfall den­noch sehr schnell zu einem glück­li­chen Ende gebracht wer­den. Was war geschehen?

Bei rou­ti­ne­mä­ßi­gen Reinigungsarbeiten im Heckbereich sei­nes 150 Meter lan­gen Rheinschiffes war am Montagnachmittag ein Besatzungsmitglied nur für einen klei­nen Augenblick unvor­sich­tig gewe­sen. Vielleicht lag es aber ja auch ein­fach nur am „unglück­li­chen” Tagesdatum, auch wenn der 13. Mai kein Freitag war. Der 38-​jährige Rumäne ging über Bord und fiel in das nur 8 Grad kalte Rheinwasser. Der 52-​jährige Kapitän, am Steuer sei­nes bel­gi­schen Schiffes, bemerkte nichts von dem Geschehen, wel­ches sich in sei­nem Rücken abspielte. Der Wallone setzte seine Fahrt strom­ab­wärts fort.

Glücklicherweise war der Verunfallte bei sei­nen Arbeiten mit der vor­ge­schrie­be­nen Schwimmweste aus­ge­stat­tet. So konnte der beim Sturz vom Schiff unver­letzt geblie­bene Mann das ret­tende Ufer zwi­schen Rheinpromenade und dem Kielsgraben in Monheim am Rhein sehr schnell schwim­mend errei­chen. Er ging an Land und mel­dete sich voll­kom­men durch­nässt und durch­fro­ren bei einem Busfahrer der Bahnen der Stadt Monheim (BSM), der mit sei­nem Linienbus an der Haltestelle „Am Kielsgraben” gerade eine Pause ein­ge­legt hatte. Der Busfahrer orga­ni­sierte einen sofor­ti­gen Transport des „Schiffsbrüchigen” zum Betriebshof der BSM, wo der Verunglückte mit tro­cke­ner Kleidung sowie Kaffee und Kuchen ver­sorgt, gleich­zei­tig die ört­li­che Polizei infor­miert wurde.

Die Langenfeld Polizei ver­mit­telte sofort ein Gespräch zwi­schen dem rumä­ni­schen Bootsmann, der nur seine Landessprache und Französisch beherrschte, mit einer fremd­sprach­lich begab­ten Beamtin der Leitstelle der Kreispolizeibehörde Mettmann. So konnte der Gesamtsachverhalt sehr schnell geklärt, vor allem aber der Namen des betrof­fe­nen Rheinschiffes ermit­telt wer­den. Die Leitstelle der Kreispolizeibehörde Mettmann nahm Kontakt mit der Zentrale der Wasserschutzpolizei in Duisburg auf.

Ein Streifenboot der Wasserschutzpolizei konnte dar­auf­hin das gesuchte Schiff schnell aus­fin­dig machen und zum Rheinhafen Neuss lot­sen. Die Langenfelder Polizei orga­ni­sierte dar­auf­hin einen schnel­len Transport des Bootsmannes zum Hafen nach Neuss, wo sich der Verunglückte und des­sen Kapitän gegen 18.00 Uhr erleich­tert und höchst erfreut über den letzt­end­lich glück­li­chen Verlauf des Nachmittags wie­der in die Arme schlie­ßen konnten.

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