Neuss: Drogenberatungsstelle – Beratung mobil

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Neuss – Bereits seit Dezember 2018 sind drei Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter der DROBS (Jugend- und Drogenberatungsstelle der Stadt Neuss) und der Caritas-​Wohnungslosenhilfe im Rahmen des Angebotes „Beratung mobil – Streetwork in Neuss“ auf den Straßen von Neuss unterwegs. 

Der Rat der Stadt Neuss beschloss die­ses Angebot auch ange­sichts zuneh­men­der Hinweise der Neusser Bürgerinnen und Bürger über den Konsum und Erwerb von Drogen im öffent­li­chen Raum und den damit ein­her­ge­hen­den Beeinträchtigungen, wie Lärm, Abfall, Aggressivität sei­tens der Konsumenten.

Bürgermeister Reiner Breuer machte sich gemein­sam mit Sozialdezernent Ralf Hörsken auf dem Berliner Platz ein Bild von der Arbeit der Streetworkerinnen und Streetworker. Erste Aufgabe von Florian Grotmann (39), Swenja Schröder (28) und Birte Schmidt (23) ist es, als ver­läss­li­cher Ansprechpartner wahr­ge­nom­men zu wer­den: Für Drogenabhängige und Wohnungslose soll das Angebot eine Brücke schla­gen zu den medi­zi­ni­schen und psy­cho­so­zia­len Hilfen im Stadtgebiet.

Ehrenamtliche Unterstützung bekom­men sie dabei von Hund Chino, der „sehr oft das Eis bricht und es uns leicht macht, ein ver­trau­li­ches Verhältnis zu den Menschen auf­zu­bauen“, so Swenja Schröder. Auch ihr jun­ges Alter wirke sich posi­tiv auf die Hemmschwellen der Menschen aus, sich ihnen zu öff­nen und Hilfe in Anspruch zu neh­men. Hörsken ergänzte: „Sucht ist ein gesell­schaft­li­ches Problem, das nicht erst auf der Straße, son­dern in allen Schichten der Bevölkerung vor­han­den ist. Auch in Schulen und der Familie muss prä­ven­tiv gear­bei­tet wer­den. Die Straße ist die letzte Stufe.“

Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sind auch erste Anlaufstelle für die Anliegen der Neusser Bürgerinnen und Bürger, vor allem im Bezug auf die Sauberkeit in ihrem Stadtteil. Birte Schmidt dazu: „Die Reaktionen der Anwohnerinnen und Anwohner auf uns und unsere Arbeit sind durch­weg posi­tiv. Sie sehen, dass wir etwas bewe­gen können.“

Zur Erleichterung der Kontaktaufnahme wurde des­halb eigens eine Telefonhotline unter der Rufnummer 02131/​5237916 und eine Homepage unter www​.bera​tung​-mobil​-neuss​.de eingerichtet.

Ab dem Sommer wird außer­dem ein „Beratungsbus“ zur Verfügung ste­hen, der kurze Hilfestellungen und Beratungen vor Ort ermög­licht und den Streetworkerinnen und Streetworkern ein fle­xi­ble­res Arbeiten im Stadtgebiet ermög­licht. Ein ange­glie­der­tes Stadtreinigungsprojekt – „Power-​Kehrer Neuss“ genannt – beginnt zudem par­al­lel mit sei­ner Tätigkeit: Abhängige säu­bern gegen eine Aufwandsentschädigung regel­mä­ßig ver­ein­barte Orte von kon­sum­be­zo­ge­nem Abfall wie Spritzen, Flaschen und Dosen. Bürgermeister Reiner Breuer lobte die sozia­len Aspekte der ver­schie­de­nen Angebote, „die uns ins­ge­samt posi­tiv in die Zukunft bli­cken lassen“.

Streetworker Florian Grotmann wird indes zeit­nah einen neuen Job anneh­men. Die Stadt Neuss sucht daher für das Team „Beratung mobil“ einen neuen Streetworker bezie­hungs­weise eine neue Streetworkerin. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis Samstag, 11. Mai 2019. Weitere Infos dazu sind im Internet unter www​.karierre​-neuss​.de oder www​.dro​gen​be​ra​tung​neuss​.de erhältlich.

Fotos(2): Stadt

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