Korschenbroich: neu ange­pflanz­ten Blumenwiesen – pfle­ge­leicht und insek­ten­freund­lich

Korschenbroich – Die Stadt wird bunter und insektenfreundlicher. Vor der Kleingartenanlage auf der Donatusstraße und ein Stück entlang des Trietbaches am Borrenweg geht die Stadtverwaltung mit gutem Beispiel voran.

Geschaffen wurde, mit neu angepflanzten Blumenwiesen, ein Nahrungs- und Lebensraum für Flora und Fauna. Die drei Bundesfreiwilligen haben sich für heute einiges vorgenommen und gehen motiviert ans Werk. Zuerst muss die Fläche gefräst und eingeebnet werden, anschließend wird das Saatgut eingesät, mit der Igelwalze untergehoben und abschließend wird die gesamte Fläche gewalzt.

Das Saatgut ist eine mehrjährige Mischung aus regionalen Blumen und Gräsern. Die Blumenwiese ist außerdem sehr pflegeleicht, die Blumen säen sich immer wieder selbst neu aus, wenn man sie bis zur Samenreife stehen lässt. Schon bald wird die blühende Vielfalt Spaziergänger sowie Bienen, Hummeln und viele andere nützliche Insekten erfreuen. „Alle Welt beklagt das Insektensterben, hier muss auch die Stadt aktiv werden“, findet Dr. Theo Verjans, in der städtischen Verwaltung zuständig für Naturschutz und Landschaftspflege.

Die Stadt Korschenbroich versucht mit unterschiedlichen Maßnahmen Insekten zu schützen. Hierzu zählen, neben der Anpflanzung von Blumenund Obstwiesen auch der Verzicht auf glyphosathaltige Spritzmittel, entsprechende Auflagen bei der Neuverpachtung von landwirtschaftlichen Flächen sowie die Flächenextensivierung. Im Fokus stehen auch die sogenannten „Schottervorgärten“.

In den jüngeren Bebauungsplänen gibt es entsprechende Festsetzungen mit der Auflage zur Anlage von Grünflächen im Vorgarten, die Begrünung von Zaunanlagen und die Anpflanzung von Bäumen. Geplant für 2020 ist außerdem ein Förderprogramm, welches sich an Hauseigentümer richtet, und die naturnahe Gestaltung von Vorgärten fördern soll. Das Programm wird im Ausschuss für Umwelt, Grundwasser, Energie und Klimaschutz am 7. Mai vorgestellt.

Bundesfreiwillige legen Blumenwiesen an. Fotos: Stadt
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