Korschenbroich: neu ange­pflanz­ten Blumenwiesen – pfle­ge­leicht und insektenfreundlich

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Korschenbroich – Die Stadt wird bun­ter und insek­ten­freund­li­cher. Vor der Kleingartenanlage auf der Donatusstraße und ein Stück ent­lang des Trietbaches am Borrenweg geht die Stadtverwaltung mit gutem Beispiel voran.

Geschaffen wurde, mit neu ange­pflanz­ten Blumenwiesen, ein Nahrungs- und Lebensraum für Flora und Fauna. Die drei Bundesfreiwilligen haben sich für heute eini­ges vor­ge­nom­men und gehen moti­viert ans Werk. Zuerst muss die Fläche gefräst und ein­ge­eb­net wer­den, anschlie­ßend wird das Saatgut ein­ge­sät, mit der Igelwalze unter­ge­ho­ben und abschlie­ßend wird die gesamte Fläche gewalzt.

Das Saatgut ist eine mehr­jäh­rige Mischung aus regio­na­len Blumen und Gräsern. Die Blumenwiese ist außer­dem sehr pfle­ge­leicht, die Blumen säen sich immer wie­der selbst neu aus, wenn man sie bis zur Samenreife ste­hen lässt. Schon bald wird die blü­hende Vielfalt Spaziergänger sowie Bienen, Hummeln und viele andere nütz­li­che Insekten erfreuen. „Alle Welt beklagt das Insektensterben, hier muss auch die Stadt aktiv wer­den“, fin­det Dr. Theo Verjans, in der städ­ti­schen Verwaltung zustän­dig für Naturschutz und Landschaftspflege.

Die Stadt Korschenbroich ver­sucht mit unter­schied­li­chen Maßnahmen Insekten zu schüt­zen. Hierzu zäh­len, neben der Anpflanzung von Blumenund Obstwiesen auch der Verzicht auf gly­pho­sat­hal­tige Spritzmittel, ent­spre­chende Auflagen bei der Neuverpachtung von land­wirt­schaft­li­chen Flächen sowie die Flächenextensivierung. Im Fokus ste­hen auch die soge­nann­ten „Schottervorgärten“.

In den jün­ge­ren Bebauungsplänen gibt es ent­spre­chende Festsetzungen mit der Auflage zur Anlage von Grünflächen im Vorgarten, die Begrünung von Zaunanlagen und die Anpflanzung von Bäumen. Geplant für 2020 ist außer­dem ein Förderprogramm, wel­ches sich an Hauseigentümer rich­tet, und die natur­nahe Gestaltung von Vorgärten för­dern soll. Das Programm wird im Ausschuss für Umwelt, Grundwasser, Energie und Klimaschutz am 7. Mai vorgestellt.

Bundesfreiwillige legen Blumenwiesen an. Fotos: Stadt
(160 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)