A57: 1. Spatenstich für Ausbau zwi­schen Meerbusch und Krefeld-Oppum

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Die A57 zwi­schen Köln und Kamp-​Lintfort ist Tag für Tag mit bis zu 120.000 Fahrzeugen hoch belas­tet, Stau ist dabei pro­gram­miert. In ins­ge­samt zwölf Bauabschnitten wird die Autobahn auf sechs Spuren ausgebaut. 

Für die Strecke zwi­schen dem Autobahnkreuz Meerbusch und Krefeld-​Oppum haben Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digi­tale Infrastruktur, NRW-​Verkehrsminister Hendrik Wüst und Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-​Braksiek nun den fei­er­li­chen 1. Spatenstich vorgenommen.

Die A57 gilt als die Hauptschlagader am lin­ken Niederrhein. Die Autobahn ver­bin­det die links­rhei­ni­schen Wirtschaftszentren, schafft aber durch ihre Verknüpfung mit ande­ren Autobahnen auch eine Anbindung sowohl an das Ruhrgebiet, an die Landeshauptstadt Düsseldorf und nicht zuletzt auch an das Fernstraßennetz der Niederlande. Für Pendler wie Unternehmen hat die A57 damit eine immense Bedeutung – sie ist aber mit vier Spuren auch an der Kapazitätsgrenze ange­langt. Vier der zwölf geplan­ten Bauabschnitte sind bereits aus­ge­baut, nun folgt das 4,1 Kilometer lange Teilstück zwi­schen Krefeld-​Oppum und dem Autobahnkreuz Meerbusch.

Die A57 ist eine beson­dere Autobahn: Mit bis zu 120.000 Fahrzeugen pro Tag ist sie die wich­tigste Verbindung zwi­schen den Wirtschaftszentren auf der lin­ken Rheinseite. Zugleich ist sie eng ver­knüpft mit den Autobahnen nach Düsseldorf, ins Ruhrgebiet und in die Niederlande. Um die Verkehrssituation zu ent­span­nen, trei­ben wir die Erweiterung auf sechs Fahrspuren ent­schlos­sen voran. Pendler und Wirtschaftsverkehr kom­men künf­tig schnel­ler ans Ziel, die Sicherheit wird ver­bes­sert, nach­ge­ord­nete Straßen wer­den ent­las­tet – davon pro­fi­tie­ren alle”, so Staatssekretär Enak Ferlemann beim fei­er­li­chen 1. Spatenstich.

Mehr Wirtschaftlichkeit und Lebensqualität

Auch NRW-​Verkehrsminister Hendrik Wüst hat die Wirtschaftsregion am lin­ken Niederrhein im Blick: „Eine wach­sende Wirtschaft braucht eine gute Infrastruktur für den Warenverkehr. Genauso brau­chen die Arbeitnehmer leis­tungs­fä­hige Strecken, auf denen sie zu ihren Arbeitsplätzen gelan­gen. Der Chempark in Dormagen, die Pendler zwi­schen Köln und Düsseldorf oder die zahl­rei­chen Distributionszentren gro­ßer Unternehmen, die sich ent­lang der A57 ange­sie­delt haben, sie alle brau­chen drin­gend den Ausbau der A57.”

Denkmal „Geismühle” im Blick

61,2 Millionen Euro inves­tiert der Bund in den sechs­spu­ri­gen Ausbau der A57 zwi­schen Meerbusch und Krefeld-​Oppum. Ein Teil die­ser Mittel fließt in den Lärmschutz, der unter ande­rem durch den Bau von bis zu neun Meter hohen Lärmschutzwänden gewähr­leis­tet wird. Zudem wird die gesamte Strecke mit Offenporigem Asphalt gedeckt. Dieser Belag sorgt noch­mals für eine Verringerung der Lärmemission. Das Denkmal „Geismühle”, das direkt an der Autobahn liegt, wird trotz hoher Lärmschutzwände auch wei­ter­hin für die Verkehrsteilnehmer sicht­bar blei­ben: An die­ser Stelle bie­tet eine trans­pa­rente Lärmschutzwand Durchblick.

Ausgleich für Eingriff in Natur

Wird eine Autobahn aus­ge­baut, erfolgt zwangs­läu­fig ein Eingriff in Natur und Landschaft. Für die Bäume, Sträucher und Wiesenflächen, die für die zusätz­li­chen Fahrspuren und auch für Entwässerungsanlagen wei­chen müs­sen, wird an ande­rer Stelle aber Ausgleich geschaf­fen. Auf ins­ge­samt zehn Hektar Fläche wan­delt Straßen.NRW zum einen Ackerland in eine exten­sive, das heißt natur­nah genutzte Fläche um, knapp drei Hektar wer­den auf­ge­fors­tet und im Bereich Meerbusch-​Bösinghoven wird eine Obstwiese mit alten Sorten ange­legt. Doch nicht nur abseits der Strecke wird der Eingriff in die Natur mit beson­de­ren Maßnahmen kom­pen­siert. „Wir ach­ten auch beim Landschaftsbau ent­lang der Autobahn auf eine natur­nahe Gestaltung”, erklärt Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-​Braksiek. „Böschungen wer­den mit hei­mi­schen Gehölzen bepflanzt, die Nahrungsquelle für Insekten sind. Zudem bie­ten wir an Bauwerken, die über die Autobahn füh­ren, durch ent­spre­chende Baumpflanzungen Leitstrukturen für Fledermäuse an.”

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