Neuss: Trickbetrügermasche „fal­sche Polizisten” – Bankangestellte ver­hin­dert Betrug

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss (ots) Ein Seniorenpaar aus Neuss erhielt am Donnerstagmorgen (25.04.) einen betrü­ge­ri­schen Telefonanruf. Eine männ­li­che Stimme gab sich dem Paar gegen­über als „Kriminalbeamter Arentz vom Neusser Raubdezernat” aus. 

Laut sei­ner Angaben habe man eine Gruppe von Tätern gefasst und bei die­sen eine Liste gefun­den, auf der sich unter ande­rem die Daten der Senioren befun­den hät­ten. Der angeb­li­che Ermittler behaup­tete, dass jedoch noch zwei der Täter flüch­tig wären, man ihnen jedoch auf den Fersen sei.

Um den ver­meint­li­chen Tätern eine Falle zu stel­len, bat der fal­sche Beamte die Senioren für eine fin­gierte Übergabe, einen fünf­stel­li­gen Geldbetrag bei ihrer Bank abzu­ho­len. Anschließend soll­ten sie das Geld einem der „Täter”, der sich mit Herr „Strauß” vor­stel­len und behaup­ten würde Mitarbeiter eines Geldinstitutes zu sein, über­ge­ben. Es han­dele sich dabei aber um einen Komplizen der angeb­li­chen Verbrecher, der bei der Übergabe fest­ge­nom­men wer­den solle.

Als die gut­gläu­bi­gen Neusser bei ihrer Bank den ent­spre­chen­den Betrag abhe­ben woll­ten, kamen einer skep­ti­schen Mitarbeiterin des Geldinstitutes Zweifel an der Geschichte. Sie infor­mierte recht­zei­tig die Polizei. Ihr ent­schlos­se­nes Verhalten bewahrte die Kunden vor einem erheb­li­chen Verlust. Die Kripo hat die Ermittlungen auf­ge­nom­men. Bislang lie­gen keine Hinweise zur Identität der Betrüger vor. Zu einer Geldübergabe ist es im vor­lie­gen­den Fall nicht gekommen.

Das Ziel der Diebe und Trickbetrüger, egal mit wel­cher Masche sie gerade unter­wegs sind, ist immer das Gleiche: das Geld oder die per­sön­li­chen Daten ihrer Opfer. Seien Sie des­halb vor­sich­tig bei Anfragen am Telefon, bei omi­nö­sen Anschreiben per Brief oder Mail und natür­lich auch bei direk­ten Besuchen von Fremden an der Haustür.

Die Polizei wird nicht müde, vor Telefonbetrügern zu war­nen. Wer der­ar­tige Anrufe erhält, sollte ein­fach auf­le­gen und kei­nes­falls Auskunft zu per­sön­li­chen Daten oder Vermögenswerten geben.

Im Zweifelsfall kann man sich Rat bei Bekannten sowie Verwandten suchen oder sich direkt an die Polizei (02131 300–0) wenden.

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