Neuss: Wohnung alters­ge­recht: Johanniter geben Tipps

Neuss – Im Alter, bei einer Krankheit oder Behinderung birgt so mancher Haushalt Hürden oder gar potenzielle Gefahrenquellen. Die Johanniter zeigen, wie man trotz Einschränkungen sicher und selbstständig in den eigenen vier Wänden leben kann.

„Die Wohnung barrierefrei zu gestalten, ist eine gute Basis. Zusätzlich bietet ein Hausnotruf die Gewissheit, dass Hilfe sofort unterwegs ist – wenn doch einmal etwas passiert“, sagt Dirk Hermes, Hausnotruf-Experte der Johanniter im Regionalverband Niederrhein.
 
Tipps für eine altersgerechte Wohnung
Große Umbaumaßnahmen sind oftmals gar nicht nötig. Schon mit kleineren Verbesserungen lässt sich die Wohnung sicherer machen:
So sind Bewegungsmelder schnell montiert, die dafür sorgen, dass man nicht im Dunkeln durch die Wohnung geht. Handläufe auf beiden Seiten der Treppe und ein rutschhemmender Belag besonders auf den Treppenstufen und im Bad bringen Sicherheit.

Im Schlafzimmer lässt sich die Betthöhe anpassen, damit man leichter ins Bett hinein- und auch wieder herauskommt. Um sich sicher abstützen zu können, müssen Ablageflächen rund um das Bett standsicher sein.

Im Wohnzimmer erleichtern standsichere Möbel mit Armstützen das Hinsetzen und Aufstehen. Eine Gummi-Unterlage macht Teppiche und Läufer rutschfest. Tipp: Vorsicht bei losen Kabeln! Sie können eine Stolperfalle sein. Falls nötig, sollten zusätzliche Steckdosen angebracht werden.

In der Küche lassen sich Hängeschränke tiefer anbringen, so dass sie besser erreichbar sind. Stehhilfen und ein rutschhemmender Bodenbelag sorgen für einen sicheren Stand während der Hausarbeit.

Im Badezimmer senken Aufkleber am Boden von Badewanne oder Dusche die Rutschgefahr. Außerdem sind Halte- und Einstiegsgriffe und ein Duschhocker sinnvoll. Bei Bedarf lässt sich auch ein Wannenlift einfach installieren. Das WC kann mit einem Toilettenaufsatz mit integrierter Armstütze ausgestattet werden.
 
Gut zu wissen:
• In einer Mietwohnung können kleine Veränderungen beim Eigentümer angefragt werden.
• Für einen Umbau gibt es je nach Pflegegrad Unterstützung: Bis zu 4.000 Euro werden erstattet. Beratung dazu bieten regionale Wohnberatungsstellen.
• Ein Hausnotruf bietet eine zusätzliche Sicherheit, gerade für Senioren. Er wird von den Pflegekassen als Hilfsmittel anerkannt. Außerdem ist ein Rauchwarnmelder in den Hausnotruf integrierbar.

 

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