Neuss: Planungsausschuss der Stadt – SPD wünscht sich mehr Fahrradboxen

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Neuss – Der Planungsausschuss der Stadt Neuss könnte in sei­ner nächs­ten Sitzung erste Maßnahmen für die von vie­len Neusserinnen und Neussern gewünschte Stärkung des Radverkehrs auf den Weg bringen. 

Denn die SPD Neuss hat einen umfang­rei­chen Antrag in den Ausschuss ein­ge­bracht. „Wir wer­den ab sofort die Ergebnisse unse­rer Mobilitätsveranstaltung umset­zen“, erklärt der Neusser SPD-​Vorsitzende Sascha Karbowiak. Im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „SPD Neuss im Dialog“ haben die Sozialdemokraten Ende Oktober mit über 80 Neusserinnen und Neussern an Vorschlägen für die „Mobilität in der Stadt der Zukunft“ gear­bei­tet. Entstanden ist ein umfang­rei­ches Positionspapier, das jetzt an die SPD-​Ratsfraktion über­ge­ben wurde.

Viele Besucher unse­rer Veranstaltung haben sich eine attrak­ti­vere Radverkehrsinfrastruktur gewünscht“, erklärt Arno Jansen. Der SPD-​Fraktionsvorsitzende fährt regel­mä­ßig mit dem Fahrrad zu sei­ner Arbeitsstelle nach Düsseldorf. „An den wär­me­ren Tagen ist es unpro­ble­ma­tisch mit dem Rad bis Düsseldorf durch­zu­fah­ren. Bei schlech­tem Wetter steige ich aber gerne an der Stadthalle in die Straßenbahn um“, sagt Jansen. Viele Pendlerinnen und Pendler wür­den sei­ner Einschätzung nach häu­fi­ger das Fahrrad für Teilstrecken nut­zen, wenn sie ihr Fahrrad sicher und geschützt abstel­len kön­nen. Auf Antrag der SPD wurde aus die­sem Grund bereits im Mai 2017 die Aufstellung von moder­nen Fahrradboxen an der Stadthalle geplant. Da die Fahrradboxen bis­lang nicht errich­tet wur­den, soll die Verwaltung nun­mehr im Planungsausschuss über den aktu­el­len Sachstand berichten.

Mit ihrem Antrag möchte die SPD aller­dings auch errei­chen, dass die Anzahl der Fahrradboxen in Neuss deut­lich erhöht wird. Hierdurch soll das Radfahren in Neuss attrak­ti­ver wer­den, damit mehr Menschen das Fahrrad im Alltag nut­zen. In einem ers­ten Schritt sol­len Fahrradboxen an stark fre­quen­tier­ten Bus- und Bahnhaltestellen geprüft wer­den. Auch die Erfahrungswerte ande­rer Städte sol­len in die­sem Kontext genutzt wer­den. In Mönchengladbach und Krefeld erfolgt die Aufstellung der Fahrradboxen bei­spiels­weise über ein gemein­sa­mes Projekt mit dem Verkehrsverbund Rhein-​Ruhr sowie Fördermitteln vom Bund. Die Stadt Krefeld rea­li­siert so an 12 Haltestellen des ÖPNV ins­ge­samt 172 Fahrradboxen.

Die Stadt Neuss soll nun, allein oder mit geeig­ne­ten Partnern, ein ent­spre­chen­des Konzept ent­wi­ckeln und in den genann­ten Bereichen Fahrradboxen instal­lie­ren. Auch der aktu­elle ADFC-​Fahrradklima-​Test bekräf­tigt die SPD in ihrer aktu­el­len Initiative. Bei der Bewertung für die Fahrrad-​Abstellanlagen hat die Stadt Neuss näm­lich eine eher mäßige 4.0 Bewertung erhal­ten. Aus die­sem Grund soll die Stadt Neuss auf Antrag der SPD zusätz­lich prü­fen las­sen, ob vor­han­dene Fahrradabstellplätze über­dacht wer­den kön­nen. So könn­ten die Fahrräder zukünf­tig bes­ser vor Regen und Schnee geschützt werden.

Außerdem soll geprüft wer­den, wo „Anwohner-​Fahrradboxen“ zur Vermietung errich­tet wer­den kön­nen. Ein ers­tes Modellprojekt würde sich nach Ansicht der SPD-​Fraktion an der Drususallee anbie­ten. Hier lei­den die Anwohner der zum Anfang des 20. Jahrhunderts errich­te­ten Jugendstilhäuser unter dem Mangel an geeig­ne­ten Stellplätzen. „In den engen Hausfluren ein oder gar meh­rere Räder abzu­stel­len ist dort ein­fach nicht mög­lich“, erklärt Marita Richter. Die Stadtverordnete, die für die SPD den Wahlkreis „Stadtmitte“ betreut, ist in der letz­ten Zeit von vie­len betrof­fe­nen Anwohnerinnen und Anwohnern kon­tak­tiert wor­den und hat ihre Unterstützung zugesagt.

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