Meerbusch: Absenkschacht für Pumpstation in Bösinghoven

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Eine neue Schmutzwasserpumpstation ent­steht zur­zeit im Stadtteil Bösinghoven. Dort war das alte Pumpwerk im Bereich Bösinghovener Straße und „Im Rott“ in die Jahre gekommen. 

Hier läuft das Abwasser der Wohngebiete „Vogelsiedlung“ und Bösinghoven-​Nord zusam­men“, weiß Georg Bahners, Projektleiter der Stadt Meerbusch. Um das Abwasser auch künf­tig zum Klärwerk in Ilverich lei­ten zu kön­nen, muss also mit einer neuen Pumpstation Abhilfe geschaf­fen werden.

Das Abwasser kommt hier an, wird hoch gepumpt und fließt dann durch ein Gefälle zur nächs­ten Station. Das wie­der­holt sich so lange, bis das Abwasser letzt­lich das Klärwerk erreicht“, so Bahners wei­ter. Dabei wird für die Installation des neuen Pumpwerks eine spe­zi­elle Technik ange­wandt, die in Meerbusch nur sel­ten zum Einsatz kommt. In eine rund drei Meter tiefe Grube wird ein Absenkschacht mit einem Durchmesser von 2,5 Metern ein­ge­las­sen. „Insgesamt haben wir drei sol­cher Elemente mit einem Gewicht von jeweils 10 Tonnen, die wir auf­ein­an­der set­zen. Wir haben vor­her die Bodenbegebenheiten geprüft.

Durch das Eigengewicht und einen spe­zi­el­len Schmierfilm an den Außenwänden der Elemente, sen­ken sich diese bis zu einer Tiefe von sie­ben Metern ins Grundwasser ab“, erklärt Georg Bahners. Anschließend wird mit Unterwasserbeton der Boden des Schachts ver­sie­gelt und abge­dich­tet. „Das Grundwasser würde aller­dings viel zu hoch in dem Schacht ste­hen. Damit unsere Arbeiter tro­cke­nen Fußes dort unten arbei­ten kön­nen, bekom­men wir Unterstützung von einem Wasserbauer aus den Niederlanden“, weiß Bahners.

Der Experte wird für die Arbeiten mit spe­zi­el­len Brunnen das Grundwasser in dem Bereich absen­ken. Sobald der Boden ver­sie­gelt ist, kann die Schmutzwasserpumpstation mit dem Kanalnetz ver­bun­den wer­den. Daraufhin wird die alte Pumpstation dann abgeschaltet. 

Dirk Zimmermanns, Bauleiter der Firma Schergens (1.v.r) und Georg Bahners, Projektleiter der Stadt Meerbusch (2.v.r.), kon­trol­lie­ren den Einbau des Absenkschachtes. Foto: Stadt
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