Klartext​.NRW: Straßen.NRW erhöht die pas­sive Sicherheit von Motorradfahrern

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Robert Schilken, Herausgeber



Klartext​.NRW – Mit den ers­ten war­men Sonnenstrahlen wächst auch wie­der die Lust, mit dem Motorrad eine Runde zu drehen. 

Besonders beliebt – und gefähr­lich – sind die kur­ven­rei­chen Strecken in der Eifel sowie im Sieger- und Sauerland. Straßen.NRW legt daher bereits seit Jahren ein ver­stärk­tes Augenmerk auf die pas­sive Sicherheit der Biker. Vorsichtig fah­ren müs­sen sie aller­dings selbst.

Zu den Maßnahmen von Straßen.NRW gehört unter ande­rem der so genannte Unterfahrschutz an Leitplanken. Er ver­hin­dert, dass Motorradfahrer, die in Kurvenbereichen stür­zen, unter der Leitplanke hin­durch­rut­schen und an scharf­kan­ti­gen Pfosten ver­letzt wer­den. In Vorbereitung auf die Motorradsaison 2019 hat Straßen.NRW nun zwei wei­tere Kurven-​Kilometer im Land mit einem sol­chen Schutz aus­ge­stat­tet. Damit ver­fü­gen in NRW mitt­ler­weile etwa 500 Kurven auf einer Länge von ins­ge­samt 68 Kilometern über eine sol­che Schutzvorrichtung für Motorradfahrer.

In einer Pilotanwendung stellt Straßen.NRW zudem seit zwei Jahren fle­xi­ble Poller aus Kunststoff auf, um die pas­sive Sicherheit der Motorradfahrer wei­ter zu erhö­hen. Sie kom­men vor allem in anspruchs­vol­len Kurven auf jenen Landstraßen um Einsatz, die Motorradfahrer gerne für eine Spritztour nut­zen – bei­spiels­weise auf der L637 bei Brilon-​Büren oder der L427 im Raum Velbert. Die rot-​weißen Poller, die keine schar­fen Kanten haben, machen den Kurvenverlauf deut­lich sicht­bar. Dabei stel­len die 105 Zentimeter hohen Begrenzungspfeiler selbst keine Gefahr dar: Wenn ein Motorrad gegen einen Poller fährt, knickt er um und rich­tet sich anschlie­ßend wie­der auf. Das Risiko von Verletzungen für die Fahrer wird so deut­lich minimiert.

Um rasende Biker regel­recht „wach­zu­rüt­teln”, sind zudem elf Straßen in NRW mit so genann­ten Rüttelstreifen sowie mit Warnhinweisen und einer Geschwindigkeitsbegrenzung ver­se­hen. Sie erhö­hen die Aufmerksamkeit der Fahrer und brin­gen Raser dazu, vom Gas zu gehen. Wenn auch all dies nichts mehr nützt, kön­nen beson­ders gefähr­li­che Straßen zudem – als letzte Maßnahme – kom­plett für Motorräder gesperrt werden.

Übrigens: Motorradfahrer in NRW kön­nen aktiv dazu bei­tra­gen, poten­zi­elle Gefahrenorte noch bes­ser zu iden­ti­fi­zie­ren. Straßen.NRW hat dafür eine E‑Mail-​Adresse ein­ge­rich­tet, über die auf­merk­same Biker Stellen mel­den kön­nen, die ihnen kri­tisch erschei­nen: kontakt@strassen.nrw.de.

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