Meerbusch: Löschzugs Strümp – Feuerwehrübung unter rea­lis­ti­schen Bedingungen

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Feuerwehr Meerbusch – Die Rettung von ein­ge­klemm­ten Personen aus ver­un­fall­ten Fahrzeugen gehört mit zu den kri­tischs­ten Einsätzen bei der Feuerwehr. 

Oftmals müs­sen bin­nen Sekunden die rich­ti­gen Entscheidungen getrof­fen wer­den, um den häu­fig schwer ver­letz­ten Personen inner­halb kür­zes­ter Zeit die medi­zi­ni­sche Hilfe zukom­men zu las­sen, die sie in die­ser Ausnahmesituation benö­ti­gen. Stark defor­mierte Fahrzeuge, umge­kippte Autos und Dunkelheit erschwe­ren meis­tens die Situation für die Feuerwehr noch mal zusätzlich.

Aus die­sem Grund ist es wich­tig, dass die Feuerwehr regel­mä­ßig diese Einsatzlagen in ihre Übungen ein­baut und das tak­ti­sche und tech­ni­sche Vorgehen in Ruhe, aber mit dem nöti­gen Ernst, üben kann. Der Löschzug Strümp hat dies zusam­men mit dem Rettungsdienst der Johanniter Unfallhilfe in die­sen Tagen wie­der prak­ti­ziert. Im Rahmen des Übungsdienstes wurde ein PKW in exakt die­selbe Lage gebracht wie er vor gut drei Wochen bei einem rea­len Einsatz auf der A57 vor­ge­fun­den wurde. Auf der Fahrerseite lie­gend galt es zwei Personen aus dem Fahrzeug zu ret­ten, die teil­weise im Wageninneren schwer ver­letzt ein­ge­klemmt waren.

Nachdem das Fahrzeug gegen unbe­ab­sich­tig­tes Umfallen gesi­chert und der Zugang durch die her­aus­ge­schnit­te­nen Front- und Heckscheiben mög­lich war begann die Versorgung der Unfallopfer im Fahrzeug. Parallel dazu wurde die tech­ni­sche Rettung vor­be­rei­tet. Das Dach wurde durch die Übungsteilnehmer mit hydrau­li­schem Rettungsgerät von der Karosserie gelöst und zur Seite weg­ge­klappt. In der Folge konn­ten die Personen aus dem Fahrzeug scho­nend her­aus­ge­zo­gen wer­den und die Übung war für die Feuerwehr erfolg­reich beendet.

Eine beson­dere Herausforderung stel­len bei die­sen Einsatzlagen die unter­schied­li­chen Eigenschaften der jewei­li­gen Fahrzeugmodelle dar. Jedes Fahrzeug hat an unter­schied­li­chen Stellen die Airbags ver­baut, weißt ganz unter­schied­li­che Sicherheitsmerkmale in der Karosserie auf und nutzt unter­schied­li­che Antriebsformen. Da es für die Feuerwehr unmög­lich ist alle rele­van­ten Details für jeden Fahrzeugtyp zu ken­nen, wer­den von den Herstellern soge­nannte Rettungskarten für jedes Fahrzeugmodell zur Verfügung gestellt.

Diese kön­nen aber nur effek­tiv genutzt wer­den, wenn die Feuerwehr online Zugriff auf diese Datenblätter hat. Aus die­sem Grund schafft die Feuerwehr Meerbusch momen­tan Tablets für einen Teil der Feuerwehrfahrzeuge an, über die an den Einsatzstellen immer die jeweils aktu­elle Rettungskarte des vor­ge­fun­de­nen Fahrzeugs ein­ge­se­hen wer­den kann. Diese wich­ti­gen und zeit­ge­mä­ßen elek­tro­ni­schen Helfer stel­len eine gute Investition in die Qualität der Rettung dar und wer­den dazu füh­ren, dass die Feuerwehr zukünf­tig noch schnel­ler die rich­tige Hilfe leis­ten kann. Fotos(4): Ffw Meerbusch

(83 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)