Kaarst: Holzbüttgen – Wichtige Informationen für Brunnenbesitzer

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Robert Schilken, Herausgeber



Kaarst – Auf Einladung der Stadt Kaarst hat der Rhein-​Kreis Neuss die Bürger in Holzbüttgen bei einer Informationsveranstaltung über die Ursachen, Risiken und Folgemaßnahmen der Grundwasserverunreinigung im Bereich Nordkanalallee informiert. 

Dies war wich­tig, um im Nachgang der über­ra­schen­den Mitteilung des Kreises die nach­voll­zieh­ba­ren Unsicherheiten beim Bürger aus­zu­räu­men“, sagt Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus. Sie wirbt dafür, das Angebot des Kreises zur kos­ten­lo­sen Prüfung der pri­va­ten Brunnen zu nutzen.

Der Rhein-​Kreis Neuss hatte als zustän­dige Behörde für die Grundwasser-​Kontrolle im Bereich der Nordkanalallee belas­tete Proben ent­nom­men. Das Grundwasser ist mit so genann­ten leicht­flüch­ti­gen halo­ge­nier­ten Kohlenwasserstoffen (LHKW) kon­ta­mi­niert. Der Rhein-​Kreis Neuss macht dafür eine Altlast im Bereich des Kaarster Bahnhofs verantwortlich.

Karte: Stadt

Für die Brunnenbesitzer in einem Bereich zwi­schen Königstraße, Am Pfarrzentrum, Nordkanal und Kaarster Straße hat der Rhein-​Kreis des­halb vor­sorg­lich fol­gende Sofortmaßnahmen kommuniziert:

Keine Verwendung des Brunnenwassers für:

  • Plansch- und Schwimmbecken
  • Bewässerung von Nutzpflanzen (Obst, Gemüse)
  • Hautkontakt ver­mei­den

Nach der­zei­ti­gen Erkenntnissen kann jedoch keine ver­läss­li­che Aussage dar­über getrof­fen wer­den, wel­che pri­va­ten Grundwasser-​Brunnen belas­tet sind. Auch eine punk­tu­elle Belastung ist dem­nach nicht geeig­net, um dar­aus eine Belastung des Grundwassers im umlie­gen­den Bereich abzu­lei­ten, da die LHKW vor allem in tie­fen Grundwasser-​Schichten ver­mu­tet wer­den. Entsprechende Untersuchungen mit Tiefenbohrungen ste­hen noch aus.

Die Belastung ist nach Aussage des Kreis-​Gesundheitsamts zu gering, um bei Kontakt von einer fol­gen­den Erkrankung oder Beschwerden aus­zu­ge­hen. Die jetzt emp­foh­le­nen Schutzmaßnahmen die­nen der Vorsorge.

Wichtig: Das Trinkwasser der Kreiswerke ist von der Belastung nicht betrof­fen. Das Frischwasser aus den Hausanschlüssen kann beden­ken­los genutzt werden.

Der Rhein-​Kreis Neuss hat nun zuge­sagt, alle pri­va­ten Brunnen kos­ten­frei auf eine LHKW-​Belastung zu unter­su­chen. Dafür ist eine Meldung an den Rhein-​Kreis Neuss not­wen­dig, das ent­spre­chende Formular ist hier zu fin­den.

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