Neuss: Brandschutz Quirinus Münster – Feuerwehr: spe­zi­elle Einsatzpläne Brandbekämpfung

Neuss – Angesichts des gestrigen Brandes von Notre-Dame in Paris hat sich der Brandschutzdezernent der Stadt Neuss Holger Lachmann heute Vormittag von der Wehrleitung über die Vorplanungen der Feuerwehr Neuss für das Quirinus Münster informieren lassen.

Das Gebäude unterliegt als Wahrzeichen der Stadt Neuss der regelmäßigen Brandverhütungsschau und wird als Einsatzobjekt mit speziellen Einsatzplänen geführt. Das Münster verfügt über Aufstellflächen für Hubrettungsfahrzeuge und Einspeisestellen für Löschwasser. Im Dachbereich ist das Münster in drei Brandschnitte unterteilt; insgesamt drei Steigleitungen dienen zur Wasserförderung bis in eine Höhenlage von 45 m im Bereich des Dachstuhls, des Umlaufes am Ostturm und des Glockenturmes.

Die erreichbare Höhe von Drehleitern der Feuerwehr Neuss ist auf rund 30 m begrenzt. Für eine eventuell erforderliche Öffnung der Dachhaut der Kuppel in circa 50 m Höhe wird im Einsatzfall gegebenenfalls auf Gelenkmastbühnen von Werkfeuerwehren mit einer weit aus höheren Arbeits-/ Rettungshöhe zurückgegriffen.

Zum Einsatz könnten auch Höhenretter gelangen, die gesichert im Außenbereich des Daches zur Bekämpfung von Entstehungsbränden vorsteigen. Ein Brand des Dachstuhls sowie der Kuppel würde die Feuerwehr Neuss aufgrund der Höhe vor eine herausfordernde Aufgabe stellen. Neben der Brandbekämpfung wird ein großer Wert auf die Sicherung der Kunstschätze im Inneren der Basilika gelegt.

Das Quirinus Münster ist neben der Brandverhütungsschau auch regelmäßig Gegenstand von einsatztaktischen Begehungen und Übungen. Im Rahmen des vorbeugenden Brandschutzes wird die Feuerwehr Neuss die Eigentümer besonderer Kirchen in Neuss anschreiben und auf die Wichtigkeit vorbeugender Brandschutzmaßnahmen erneut hinweisen.

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