Neuss/​Grevenbroich: Bilanz einer Verkehrskontrolle – Polizei nimmt gewerb­li­che Transporte ins Visier

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss, Grevenbroich (ots) Am Dienstag (09.04.), in der Zeit von 10 Uhr bis 15 Uhr, führ­ten Beamte des Verkehrsdienstes der Polizei im Rhein-​Kreis Neuss in Kooperation mit den Verkehrsdiensten der Kreispolizeibehörden Heinsberg und Viersen Kontrollen zur Überwachung des gewerb­li­chen Personen- und Güterverkehrs durch. 

Die Bezirksregierung Düsseldorf ent­sandte aus ihrem Dezernat 55 (Technischer Arbeitsschutz) eben­falls Fachleute, die in den Bereichen Sozialvorschriften, Ladungssicherung und Beförderung von Gefahrgut den Ordnungshütern fach­lich unter­stüt­zend zur Seite stan­den. Insbesondere die tech­ni­sche Kontrolle und die Überprüfung von Ladungssicherung bei LKW, sowie die Einhaltung von Lenk- und Ruhezeiten, stan­den an die­sem Tag im Fokus der Beamten.

Insgesamt über­prüf­ten sie auf dem Gelände am Derendorfer Weg in Neuss mehr als 50 Fahrzeuge und deren Fahrer auf ihre Verkehrstauglichkeit.
Einem Sattelzug beschei­nig­ten die Sachverständigen nach einer tech­ni­schen Überprüfung so gra­vie­rende Mängel, dass die­sem wegen Verkehrsunsicherheit die Weiterfahrt unter­sagt und er noch an Ort und Stelle ent­stem­pelt wer­den musste.

Das glei­che Los ereilte einen in Ungarn zuge­las­se­nen Pkw. Dessen in Deutschland leben­der Halter, der zeit­gleich auch Fahrzeugführer war, hatte sich augen­schein­lich aus zwei alten Autos ein „Neues” gebas­telt. Insgesamt stellte der Sachverständige 25 erheb­li­che Mängel an dem Fahrzeug fest, die zu einem Verbot der Weiterfahrt führ­ten. Da sich der Autofahrer unein­sich­tig zeigte, musste sein Vehikel von den Beamten bis auf wei­te­res zur Gefahrenabwehr sicher­ge­stellt werden.

Ein ande­rer LKW bestand zwar die tech­ni­sche Kontrolle, aller­dings wies sein mit­ge­führ­ter Anhänger der­ar­tige Mängel auf, dass eine Weiterfahrt nur ohne den Anhänger gestat­tet wer­den konnte. Gleiches galt für einen wei­te­ren Laster, da er seine Ladung nicht ord­nungs­ge­mäß gesi­chert hatte. Sein Gefährt war für diese Art Transport schlicht­weg unge­eig­net. Nachdem er einen ent­spre­chen­den Ersatz orga­ni­siert und umge­la­den hatte, konnte er sei­nen Weg fort­set­zen. Die betrof­fe­nen Fahrzeughalter erwar­tet jeweils eine Ordnungswidrigkeitenanzeige mit ent­spre­chen­dem Bußgeld und Punkten. Neben die­sen Delikten ahn­dete die Polizei noch wei­ter 21 Verstöße in den Bereichen rund ums Fahrzeug und Sozialvorschriften.

Ein 21-​jähriger Golffahrer aus Viersen und ein 24-​jähriger Fahranfänger aus Köln, der sei­nen Führerschein erst vor einer Woche erhal­ten hatte, stan­den augen­schein­lich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Ihnen wurde jeweils eine Blutprobe ent­nom­men. Neben einer Nachschulung für den Älteren, müs­sen beide mit einem ein­mo­na­ti­gem Fahrverbot, zwei Punkten in Flensburg, sowie einem Bußgeld in Höhe von 500 Euro rech­nen. Abgesehen davon, durf­ten sie ihren wei­te­ren Weg zu Fuß fortsetzen.

Zeitgleich führte die Polizei in Grevenbroich-​Elsen, auf der Landstraße 116, Höhe „Fürther Berg”, auch Geschwindigkeitsmessungen durch. Insgesamt waren hier 230 Verkehrsteilnehmer, dar­un­ter 23 LKW, zu schnell unter­wegs. Einem Autofahrer droht ein Fahrverbot. Die Polizei wird ihre Kontrollen im gewerb­li­chen Personen- und Güterverkehr wei­ter fort­set­zen – für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

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