Grevenbroich: Turmfalken mit neuem Nistplatz – jetzt am „Quäker-​Gebäude“

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Robert Schilken, Herausgeber



Grevenbroich – Die Grevenbroicher Feuerwehr hat in Kooperation mit dem Schneckenhaus einen Nistkasten für ein Turmfalken-​Paar an der Außenfassade des ehe­ma­li­gen „Quäker-​Gebäudes“ der Quäker-​Nährmittel GmbH, in der Mercatorstraße montiert. 

Der hand­li­che Holzkasten wurde in rund 15 m Höhe mit Spezialdübeln und extra lan­gen Schrauben an der Seitenwand des Hauses fest mit dem Gemäuer ver­an­kert. Zwei Mitarbeiter der Feuerwehr kamen zu Unterstützung mit Drehleiter und Korb sowie dem pas­sen­den Werkzeug, um die Montage in luf­ti­ger Höhe fach­män­nisch auszuführen.

Höchste Eisenbahn“, denn das begin­nende Frühjahr hat die erneute Brutsaison unlängst ein­ge­läu­tet. Anlass ist die Konkurrenz-​Situation um geeig­nete Nistplätze zwi­schen den hei­mi­schen Turmfalken und den impor­tier­ten Nilgänsen. Sowohl die Falken, als auch die Gänse suchen die glei­chen, heiß begehr­ten Nischen und Mauersimse der Außenfassade auf.

Ursprünglich war die Nilgans in Afrika ansäs­sig, seit dem 18. Jahrhundert wur­den die Gänse als Ziergeflügel in Europa gehal­ten. Diese Vogelart gilt als sehr anpas­sungs­fä­hig und aggres­siv. Die wach­sende Population und Ausweitung der Nilgänse hat gra­vie­rende Auswirkungen auf die hei­mi­sche Vogelwelt. Speziell zur Brutzeit ver­hal­ten sich die Vögel sehr aggres­siv gegen­über ande­ren, hei­mi­schen Arten, ver­su­chen diese gezielt von Nistplätzen zu ver­drän­gen und schmei­ßen gelegte Eier aus frem­den Nestern.

Mit Besorgnis beob­ach­tete Norbert Wolf vom Schneckenhaus bereits im letz­ten Jahr die Konkurrenz um mög­li­che Nistplätze der bei­den Vogelarten am Alten Schloss. Ein Turmfalkenpaar ist in die­sem Jahr zum ehe­ma­li­gen „Quäker-​Gebäude“ umge­zo­gen, doch auch einige Nilgänse bean­spru­chen nun das Revier für sich. Der Nistkasten wurde von den „Bufdis“ des Schneckenhauses anhand eines Bauplanes kur­zer­hand ange­fer­tigt. Norbert Wolf hofft nun, dass sich durch den Nistkasten die Konkurrenz-​Situation der Vogelarten „ent­zerrt“. Die Besonderheit die­ses höl­zer­nen Vogelhauses liegt in sei­nen Maßen: Die Öffnung ist so gefer­tigt, dass die wind­schnit­ti­gen Turmfalken den Kasten betre­ten kön­nen, die wesent­lich grö­ßere Nilgans jedoch nicht durch den Eingang passt.

Der Clou ist der eigens kon­zi­pierte „Balkon“ der pro­mi­nent plat­zier­ten Vogelbehausung. Diesen könnte der poten­zi­elle Nachwuchs, die Jungvögel nut­zen, um ihre Flügel vor dem ers­ten Flug zu trai­nie­ren bzw. „bal­lie­ren“, wie der fach­kun­dige Ornithologe sagt. Norbert Wolf behält die Situation im Blick und freut sich auf bal­di­gen Vogelnachwuchs. Fotos(2): Stadt

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