Neuss: Netzwerk „ProVier“ fei­ert 10-​jährigen Geburtstag – Engagement für Kinder

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Zehn Jahre ProVier, zehn Jahre mehr Unterstützung für alle Kindergarten- und Grundschulkinder in den Neusser Stadtteilen Derikum, Erfttal, Weckhoven und der Nordstadt (Einzugsbereich der Grundschule „Die Brücke“). 

Aus der Zusammenarbeit der Frühen Hilfe des Jugendamtes der Stadt Neuss, dem Schulamt für den Rhein-​Kreis-​Neuss, Kindertageseinrichtungen und Grundschulen mit offe­nem Ganztagsangebot in den betrof­fe­nen vier Stadtteilen ent­stand das Netzwerk „ProVier“. Durch die fast 500 päd­ago­gi­schen Fachkräfte erreicht ProVier über 2.700 Kinder.

ProVier soll mehr Chancengleichheit für alle Kindergarten- und Grundschulkinder der vier Stadtteile schaf­fen und die Eltern in der Versorgung und Erziehung ihrer Kinder unter­stüt­zen. Durch Sprechstunden ande­rer Institutionen in Kitas und Schulen möchte ProVier den Eltern den Zugang zu Beratungsstellen und der Jugendhilfe erleich­tern. Zudem wer­den Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkräfte in gemein­sa­men Fortbildungen zum Thema Elternarbeit geschult.

Wichtige Kooperationspartner sind hier die Erziehungsberatungsstellen, das Gesundheitsamt, EducationY mit dem familY-​Programm für Eltern und der schul­psy­cho­lo­gi­sche Dienst. Seinen zehn­ten Geburtstag fei­erte ProVier im Rheinischen Landestheater mit einer sehr gut besuch­ten ganz­tä­gi­gen Fortbildung. Nach der mor­gend­li­chen Begrüßung durch Bürgermeister Reiner Breuer und Schulrätin Astrid Ficinus, erläu­terte die Psychologin Christine Hesse, was man unter dem Begriff „Respekt“ als wich­ti­ger Bestandteil im Umgang der Menschen mit­ein­an­der ver­steht. Bedeutsam ist aber auch die „Achtsamkeit gegen­über der eige­nen Person und ande­ren“ wie die Referentin Merle Wieschhoff sehr anschau­lich verdeutlichte.

Über 400 Erzieherinnen und Erzieher, Grundschullehrkräfte, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner hat­ten die Möglichkeit einen der 19 ange­bo­te­nen Workshops zu wäh­len. Diese umfass­ten viel­fäl­tige Themen, wie zum Beispiel Gewaltprävention, Stressbewältigung oder auch Lachyoga. Je nach Workshop galt das Angebot, die theo­re­ti­schen Grundlagen der Vorträge durch Übungen und Beispiele zu ver­tie­fen und zu verinnerlichen.

Die Moderation des Gesprächskreises und der Beiträge über­nahm Barbara Reimer. Die Neusser Autorin und Theatermacherin zeigte in einer kaba­ret­tis­ti­schen Einlage als „Nicole“, dass sie als „Mutter von acht Kindern“ sehr gute Einblicke in die Stadtteile des Netzwerkes hat. Sie bediente in einer sehr humor­vol­len Art alle Klischées einer über­wie­gend allein erzie­hen­den Mutter. Fokus lag auch auf der inter­kul­tu­rel­len Seite der Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt Neuss. Im Austausch mit Diskussionspartnerinnen und –part­nern aus Marokko, Türkei, Kongo und Osteuropa (Kasachstan) zeigte sich, dass die Erziehung in ver­schie­de­nen Kulturen sehr unter­schied­lich verläuft.

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