Neuss: SPD kri­ti­siert CDU-​Pläne in Sachen Gewerbegebiete

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – „Die CDU bleibt sich treu darin, beim Thema Gewerbeflächen einen nicht mehr nach­voll­zieh­ba­ren Schlingerkurs zu fah­ren“, beur­teilt der SPD-​Fraktionsvorsitzende Arno Jansen die letz­ten Beschlüsse der Christdemokraten zum Flächennutzungsplan. 

Nach Ansicht der SPD erzählt die CDU vor Ort in den Stadtteilen immer etwas ande­res, als sie dann beschließt. „Während die CDU-​Stadtverordnete Waltraud Beyen vor Ort erzählt, dass das neue Gewerbegebiet in Norf und Derikum nicht kom­men wird, beschließt ihre eigene Partei den Neusser-​Süden als neuen Gewerbe-​Schwerpunkt“, kri­ti­siert Jansen.

Auch die Kritik an der zusätz­li­chen Gewerbefläche in Holzheim ist nach Ansicht der Neusser SPD „schein­hei­lig“. Denn der Auftrag an die Verwaltung, die Fläche in Holzheim anstelle der nicht geneh­mi­gungs­fä­hi­gen Fläche Kuckhof-​Ost wei­ter­zu­ver­fol­gen, erfolgte in einer der letz­ten Sitzungen des Planungsausschusses auf Antrag des mög­li­chen CDU-​Bürgermeisterkandidaten Sven Schümann. Noch in der letz­ten Sitzung des Ausschusses erklär­ten Vertreter der soge­nann­ten Koalition aus CDU und Grünen vol­ler Überzeugung, dass an der Fläche aus Holzheim fest­ge­hal­ten wer­den müsse.

Das ganze CDU-​Chaos wird nach Aussage der SPD-​Fraktion aller­dings bei den Beschlüssen zum Wendersplatz deut­lich. Laut CDU-​Beschluss soll der Wendersplatz „als Gewerbefläche aus­ge­wie­sen wer­den“. Dabei hat die glei­che Partei noch vor weni­gen Tagen gemein­sam mit den Grünen eine Bebauung des Wendersplatzes mit einem hoch­wer­ti­gen öffent­li­chen Gebäude und einem attrak­ti­ven Platzbereich angeregt.

Auch Heinrich Thiel, der neue wirt­schafts­po­li­ti­sche Sprecher der SPD-​Fraktion, kri­ti­siert die Beschlüsse der CDU. „Wir hät­ten uns eine gerechte Verteilung der neuen Gewerbeflächen im gesam­ten Stadtgebiet gewünscht“, so Thiel. Mit der zusätz­li­chen Fläche in Uedesheim und dem neuen Gewerbegebiet in Derikum wird ins­be­son­dere der Neusser Süden belas­tet, eine mög­li­che Gewerbefläche im Bereich Morgensternsheide hin­ge­gen aus Rücksicht auf die Grünen vor­schnell ausgeschlossen.

Auch die wei­te­ren Beschlüsse der CDU, etwa die Bevölkerung bei allen Schritten aktiv ein­zu­bin­den oder keine wei­te­ren gro­ßen Logistikunternehmen ansie­deln zu wol­len, bezeich­net die SPD als „Ablenkungsmanöver“. „Eine Informationsveranstaltung für den Neusser Süden ist bereits im Stadtrat beschlos­sen wor­den und der Bürgermeister hat auf Anfrage der SPD öffent­lich erklärt, dass auf Neusser Stadtgebiet keine wei­te­ren Logistikunternehmen ange­sie­delt wer­den sol­len“, erklärt der SPD-​Parteivorsitzende Sascha Karbowiak. Die vie­len Logistikansiedlungen in den ver­gan­ge­nen Jahren und die damit ver­bun­de­nen Verkehrsprobleme sind sei­ner Ansicht nach außer­dem das Ergebnis „einer ver­fehl­ten CDU-​Politik der ver­gan­ge­nen Jahrzehnte“.

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