Neuss: CDU beschließt Änderungswünsche am Flächennutzungsplan – Gewerbegebiet Holzheim II abgelehnt

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Der CDU-​Parteivorstand und die CDU-​Stadtratsfraktion beschlos­sen am gest­ri­gen Dienstag ihre Änderungswünsche an den Gewerbeausweisungen im neu auf­zu­stel­len­den Flächennutzungsplan (FNP).

Mit unse­ren Änderungen am FNP wol­len wir Neuss wei­ter in Balance hal­ten. Die seit 2010 andau­ernde Suche nach neuen Gewerbeflächen hat gezeigt, dass unsere Heimatstadt an ihre Grenzen gerät. Einerseits ist die Neuausweisung von Gewerbeflächen zur Generierung von Gewerbesteuer enorm wich­tig, um die Leistungen unse­rer Kommune zu sichern.

Andererseits erhö­hen neue Gewerbegebiete den Druck auf unsere bereits jetzt über­las­tete Verkehrsinfrastruktur und gefähr­den den dörf­li­chen Charakter des Neusser Südens. Daher neh­men wir den Widerstand und die offe­nen Fragen der Anwohner/​innen beson­ders ernst und for­dern die aktive und enge Beteiligung der Bevölkerung bei jedem Entwicklungsschritt“, erklä­ren die CDU-​Fraktionsvorsitzende Helga Koenemann und der CDU-​Parteivorsitzende Prof. Dr. Jürgen Brautmeier die von Fraktion und Parteivorstand beschlos­se­nen Änderungen am Flächennutzungsplan.

Im Detail beschloss die CDU:

  • Als neu aus­zu­wei­sen­des Gewerbegebiet mit Industrienutzung wird ana­log zum Regionalplan die Fläche zwi­schen Alu Norf und der A57 in den Flächennutzungsplan aufgenommen.
  • Das vom Bürgermeister geplante Gewerbegebiet Holzheim II wird abge­lehnt. Ebenso ein mög­li­ches Gewerbegebiet an der Morgensternsheide.
  • Zum Schutz der Hafenindustrie wird der Wendersplatz wie bis­her als Gewerbefläche (GE) aus­ge­wie­sen und eine Änderung der Ausweisung der Fläche nörd­lich der Hammer Landstraße von einer Industrie- (GI) zu einer Gewerbenutzung (GE) abgelehnt.
  • Die Zustimmung zu der als wich­tig erach­te­ten Vergrößerung des Gewerbegebietes in Derikum wird davon abhän­gig gemacht, dass die Verkehrsbelastung der Anwohner/​innen durch das Gebiet mini­miert wer­den kann. Voraussetzung dafür ist eine auf das sich in Erstellung befind­li­che Verkehrsgutachten fußende und mit Dormagen abge­stimmte Gesamtkonzeption der Verkehre im Neusser Süden. Bei Zustimmung soll als Schutz zwi­schen Elvekum und dem Gewerbegebiet ein Wald gepflanzt werden.
  • Die Ansiedlung von Logistikbetrieben und groß­flä­chi­gem Einzelhandel lehnt die CDU in allen Gewerbegebieten ab.
  • Neuss ver­fügt über viele brach­lie­gende oder min­der­ge­nutzte Flächen in bestehen­den Gewerbegebieten. Dieser Schatz muss geho­ben wer­den. Das Gewerbeflächenmanagement bei der Wirtschaftsförderung wol­len wir daher stärken.

Besonders wich­tig ist uns auch, die Industrie im Neusser Hafen und im Süden unse­rer Stadt zu schüt­zen. Daher stel­len wir uns den Versuchen ent­ge­gen, die in unmit­tel­ba­rer Nachbarschaft eine Änderung der Flächennutzung weg von Gewerbe vor­sieht“, macht Brautmeier deutlich.

Auf Grundlage ihrer Änderungswünsche wird die CDU jetzt Gespräche mit ihrem Koalitionspartner, den Grünen, auf­neh­men, um ent­spre­chende Beschlüsse im Rat vor­neh­men zu können.

Hier der voll­stän­dige Text (pdf)

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