Neuss: Schwerpunktkontrolle der Polizei – Diensthund tötet Yorkshire Terrier – Nachtrag

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Uniformierte und zivile Polizistinnen und Polizisten führ­ten am Freitag (29.03.) im Stadtgebiet Kontrollen durch. 

Bei der Suche nach soge­nann­ten Rauschgiftbunkern in unmit­tel­ba­rer Nähe zur Haltestelle „Stadthalle” setzte die Polizei auch einen spe­zi­ell aus­ge­bil­de­ten Rauschgiftspürhund der Polizei im Rhein-​Kreis Neuss ein, der im Gebüsch nach Betäubungsmitteln stöberte.

Gegen 14:35 Uhr kam es zu einem tra­gi­schen Vorfall. Nachdem eine Straßenbahn die Haltestelle ver­las­sen hatte, blieb eine Seniorin mit ihrem ange­lein­ten Yorkshire Terrier am Bahnsteig zurück. Der Terrier bellte in Richtung des Diensthundes, der dar­auf­hin auf den Terrier stürzte.

Es kam zu einer, ver­mut­lich ein­sei­ti­gen, Auseinandersetzung zwi­schen den bei­den Hunden. Der Terrier wurde durch Bisse so schwer ver­letzt, dass er in einer Tierarztpraxis ein­ge­schlä­fert wer­den musste. Polizeibeamte küm­mer­ten sich vor Ort sofort um den Hund und seine Halterin.

Nachtrag

Stellungnahme der Polizei

Dies ist ein völ­lig unhalt­ba­rer Vorfall. So etwas darf ein­deu­tig nicht gesche­hen. Wir bedau­ern den Tod des Hundes.” so eine Polizeisprecherin. 

Bei dem spe­zi­ell aus­ge­bil­de­ten Rauschgiftspürhund han­delt es sich um einen bel­gi­schen Schäferhund (Malinois), der von einem erfah­re­nen Polizisten (Diensthundeführer) geführt wird. Bei der geziel­ten Rauschgiftsuche sind die Diensthunde in der Regel nicht ange­leint, damit sie sich frei ent­fal­ten kön­nen. Der Diensthund am Freitag war dem­entspre­chend nicht ange­leint. Polizeidiensthunde sind Bezug auf den Leinenzwang von der Landeshundeverordnung ausgenommen. 

Der Diensthundeführer hat die bei­den Hunde am Freitag sofort von­ein­an­der getrennt und sei­nen Diensthund gesi­chert. Andere Polizisten haben sich um die Versorgung des ver­letz­ten Terriers und die Hundehalterin gekümmert.

Polizeidiensthunde legen regel­mä­ßig Prüfungen ab, in denen ihre Fähigkeiten und ihr Verhalten über­prüft wird. Der betref­fende Diensthund ist heute der Sichtung durch den Trainer einer andere Behörde unter­zo­gen wor­den. Der Schwerpunkt die­ser Sichtung lag auf der Fragestellung, wie der Diensthund sich ande­ren Hunden und auch Menschen gegen­über ver­hält. Diese „Tests” sind bis­lang alle unauf­fäl­lig ver­lau­fen. Der Diensthund wird daher wei­ter­hin ein­ge­setzt, wird hier­bei jedoch an der Leine geführt. Diese Vorgehensweise ist eine Konsequenz des tra­gi­schen Vorfalls von Freitag. 

Wir wer­den die­sen Einsatz nach­be­rei­ten, um zu klä­ren, wie es dazu kom­men konnte und um wei­tere Vorfälle zu ver­mei­den. Außerdem ste­hen wir in Kontakt zur Hundehalterin, mit der wir zunächst im per­sön­li­chen Gespräch die wei­tere Vorgehensweise bespre­chen möchten.

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