Klartext​.NRW: IHK Krefeld – Streckenverlängerung der S28

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 5,- Euro monatlich zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, der Fortbestand gesichert sowie Werbebanner reduziert werden.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber

Weitere Infos hier oder hier:


Lokale Nachrichten aus und für den Rhein-Kreis Neuss
Ihre Unterstützung sichert den Fortbestand unabhängiger Lokalnachrichten von Klartext-Ne.de
€20,00
€50,00
€100,00
Powered by

Klartext​.NRW – (IHK) Die Verlängerung der S‑Bahn-​Line 28 (Regiobahn) von Kaarst über Willich nach Viersen wird bereits seit vie­len Jahren dis­ku­tiert. Jetzt soll Bewegung in die Sache kom­men.

Das erfuh­ren die Mitglieder des Regionalausschusses Viersen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein in ihrer jüngs­ten Sitzung von Andreas Budde, dem Dezernenten für Planung, Bauen und Umwelt des Kreises Viersen. Er stellte in sei­nem Vortrag die aktu­el­len Entwicklungen beim „Standortfaktor S 28“ vor. „Die IHK-​Umfragen zei­gen: Der Fachkräftemangel wird auch für die Unternehmen im Kreis Viersen zu einem immer grö­ße­ren Problem“, sagte Ausschussvorsitzender Andreas Böhm zur Begrüßung. Umso wich­ti­ger sei ein leis­tungs­fä­hi­ger Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), „der den Kreis Viersen bes­ser an die umlie­gen­den Städte und Gemeinden anbin­det“.

Die Pendler-​Studie der IHK Mittlerer Niederrhein und eigene Untersuchungen hät­ten gezeigt, dass „der Kreis Viersen von Pendlerströmen geprägt ist“, erläu­terte Budde. „Vor allem nach Düsseldorf bestehen starke Verflechtungen.“ Die Streckenverlängerung der Regiobahn über den der­zei­ti­gen Endhaltepunkt in Kaarst bis nach Viersen hätte zahl­rei­che Vorteile: „Die Wohngebiete in Willich-​Neersen und ‑Schiefbahn wür­den durch zwei neue Haltepunkte an das Schienennetz ange­schlos­sen. Bei einer kom­for­ta­blen 20-​Minuten-​Taktung würde dies Pendlern nach Düsseldorf viel Reisezeit erspa­ren.“ 

Der Kreis Viersen hat bereits meh­rere Untersuchungen in Auftrag gege­ben, die der Regiobahn-​Verlängerung den Weg ebnen soll­ten: Die „Machbarkeitsstudie Regiobahn“ hat gezeigt, dass eine Reaktivierung der Schienenstrecke zwi­schen den Bahnhöfen Kaarster See und Viersen tech­nisch mög­lich sei. Die soge­nannte „Standardisierte Bewertung“, ein Verfahren der gesamt­wirt­schaft­li­chen Kosten-​Nutzen-​Bewertung von ÖPNV-​Projekten, sei eben­falls posi­tiv aus­ge­fal­len. Allerdings schei­terte die Umsetzung bis­her am Widerstand aus Mönchengladbach, wo ein Teil der Strecke ver­legt wer­den würde. „Der Kreis Viersen ist mit dem NRW-​Verkehrsministerium im Gespräch, die wei­tere Planung für die Verlängerung auch ohne einen regio­na­len Konsens zu ermög­li­chen“, so Budde. „Trotzdem wol­len wir einen erneu­ten Anlauf wagen und erar­bei­ten momen­tan mit der Dortmunder Planersocietät eine wei­tere Studie, die den ver­kehr­li­chen und volks­wirt­schaft­li­chen Nutzen und Mehrwert des Projekts für die gesamte Region dar­stellt.“ Im zwei­ten Quartal 2019 soll die Studie vor­lie­gen. 

Dass die IHK Mittlerer Niederrhein die Westverlängerung der Regiobahn will und in ihre teil­re­gio­na­len Positionen ein­ge­bracht hat, machte IHK-​Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz deut­lich. „Die Regiobahn ist pünkt­lich, zuver­läs­sig und sau­ber und sie ist ein Erfolgsmodell, von dem der Kreis Viersen als Wirtschaftsstandort stark pro­fi­tie­ren würde“, sagte Steinmetz. „Deswegen wer­den wir uns auch wei­ter­hin in Gesprächen mit Politik und Verwaltung dafür ein­set­zen.“ Die Ausschussmitglieder spra­chen sich im Anschluss an den Vortrag von Andreas Budde ein­stim­mig für die Verlängerung der S 28 aus: „Wir wür­den uns freuen, wenn Sie diese Botschaft im IHK-​Bezirk trans­por­tie­ren und dafür wer­ben“, ergänzte der Vorsitzende Andreas Böhm.

(365 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)