Rhein-​Kreis Neuss: Bundeskriminalamt unter­stützt Prävention an Schulen – Projekt „CONTRA

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Robert Schilken, Herausgeber



Wiesbaden (ots) YouTube, Facebook und Twitter gehö­ren heute zum Alltag vie­ler Jugendlicher. Soziale Medien die­nen der Information und Unterhaltung – aller­dings kön­nen junge Menschen auf die­sen Plattformen auch auf Inhalte sto­ßen, die Hass ver­brei­ten und zu Gewalt aufrufen. 

Propaganda aus dem Internet ist daher Gegenstand der Extremismusprävention. Um junge Menschen auf­zu­klä­ren und mit den erfor­der­li­chen Medienkompetenzen aus­zu­stat­ten, die einen kon­struk­ti­ven Umgang mit Propaganda, soge­nann­ten Fake News und „Hate Speech” ermög­li­chen, hat das Bundeskriminalamt (BKA) in Kooperation mit Wissenschaftlern und Präventionsakteuren das EU-​geförderte Präventionsprogramm „CONTRA” erarbeitet.

Das dabei ent­stan­dene päd­ago­gi­sche Programm rich­tet sich an Schülerinnen und Schüler von Haupt- und Realschulen sowie von Berufsschulen”, erläu­tert Dr. Uwe Kemmesies, Leiter der Forschungsstelle Terrorismus/​Extremismus im Bundeskriminalamt. Zwei Jahre haben die Mitarbeiter des Projektkonsortiums an der Ausarbeitung der Lehrmaterialien gear­bei­tet. CONTRA steht für „Countering Propaganda by Narration Towards Anti-​Radical Awareness”. Der eng­li­sche Titel erläu­tert die Vorgehensweise des Programms: Die Jugendlichen sol­len sich mit pro­pa­gan­dis­ti­schen Botschaften aus­ein­an­der­set­zen und die­sen mit selbst­ent­wi­ckel­ten Counter Narrativen begeg­nen. Dabei han­delt es sich um Botschaften, die eine „Gegenerzählung” zur extre­mis­ti­schen Propaganda bil­den. Die posi­tive Wirkung die­ser Counter Narrative hat­ten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität zu Köln in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle Terrorismus/​Extremismus des BKA in einer Vorstudie bele­gen können.

Ziel der Unterrichtseinheiten ist es, die Medienkompetenz jun­ger Menschen zu stär­ken”, erläu­tert Dr. Ali Hedayat, wis­sen­schaft­li­cher Mitarbeiter des BKA. Jugendliche sol­len für die Inhalte von Hassbotschaften und Propaganda sen­si­bi­li­siert und befä­higt wer­den, Manipulationsversuche sowohl aus dem Bereich des Rechtsextremismus als auch aus dem Bereich des reli­giös begrün­de­ten Extremismus zu erken­nen und in Frage zu stellen.
Das Projektkonsortium unter der Leitung des Bundeskriminalamts hat mit „CONTRA” eine Vorreiterrolle über­nom­men: Das mit Mitteln der EU-​Kommission finan­zierte Programm soll für Schulen in ganz Europa zugäng­lich gemacht wer­den. Dazu ist es bereits in wei­tere Sprachen über­setzt wor­den. „Die Stärkung der Medienkompetenz jun­ger Menschen in Zusammenhang mit Extremismus und Populismus ist EU-​weit ein Thema”, sagt Hedayat. „CONTRA soll dazu bei­tra­gen, Lehrerinnen und Lehrer euro­pa­weit in ihrer Arbeit zu unter­stüt­zen und ihnen kon­krete Handlungsempfehlungen zu geben.”

Informationen zum Projekt CONTRA sowie Unterrichtsmaterialien, zu denen auch Multimedia-​Inhalte gehö­ren, fin­den Interessierte unter www​.pro​ject​-con​tra​.org. Auf Anfrage kön­nen sich Interessierte die Materialien auch kos­ten­los vom BKA zusen­den las­sen. Anfragen hier­für kön­nen an poststelle@bka.de-mail.de gerich­tet werden.

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