Meerbusch: Tier aus­ge­wi­chen – Kontrolle über das Auto verloren

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch Langst-​Kierst (ots) Weil sie, nach eige­nen Angaben, einem Wild aus­wei­chen wollte, geriet eine 55-​Jährige in einen Graben und ver­letzte sich.

Die Meerbuscherin war am Montagabend, (25.03.), gegen 21:40 Uhr, mit ihrem BMW auf der Langster Straße unter­wegs. Um dem Tier aus­zu­wei­chen, lenkte sie zunächst nach rechts, beschä­digte einen Leitpfosten und ein Verkehrszeichen, ver­lor dann die Kontrolle über ihren Wagen und blieb anschlie­ßend links neben der Fahrbahn im Graben lie­gen. Rettungskräfte brach­ten die Frau in ein Krankenhaus. Das Fahrzeug wurde abgeschleppt.

Im Jahr 2018 ver­zeich­nete die Polizei 162 soge­nannte „Wildunfälle” im Rhein-​Kreis Neuss, davon 33 im Stadtgebiet von Meerbusch. Wildunfälle wer­den im mög­li­chen Ausmaß oft unter­schätzt. Ein 20 Kilogramm schwe­res Reh hat bei einer Kollision mit Tempo 100 ein Aufschlaggewicht von fast einer hal­ben Tonne.

Kraftfahrer soll­ten sich die­ser Gefahr bewusst sein. Lässt sich ein Zusammenprall mit dem Wild trotz­dem nicht mehr ver­mei­den, raten Experten dazu, das Lenkrad gut fest­zu­hal­ten und nicht unkon­trol­liert aus­zu­wei­chen. Denn hier­bei besteht die Gefahr, dass man die Kontrolle über das Fahrzeug ver­liert und mög­li­cher­weise sich und ent­ge­gen­kom­mende Verkehrsteilnehmer gefährdet.

Nach einem Zusammenprall sollte sich der Fahrzeugführer so ver­hal­ten, wie er es auch bei einem „nor­ma­len” Unfall gelernt hat: Sofort die Warnblinkanlage ein­schal­ten, die Unfallstelle absi­chern und die Polizei verständigen.

Was viele Autofahrer nicht wis­sen: Läuft ein ver­letz­tes Tier wie­der in den Wald und der Unfall wird nicht gemel­det, kann dies neben einem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz auch den Straftatbestand der Verkehrsunfallflucht erfül­len. Wer ein über­fah­re­nes Wildtier mit­nimmt, macht sich der Wilderei schuldig.

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