Klartext​.NRW: A3 blo­ckiert – „Fotoshooting” – Mutmaßliche Hochzeitsgesellschaft in Luxusautos blo­ckiert Autobahn

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Düsseldorf (ots) – Freitag, 22. März 2019, 17.04 Uhr – Angehörige einer ver­meint­li­chen Hochzeitsgesellschaft blo­ckier­ten am ver­gan­ge­nen Freitagnachmittag in Luxuskarossen die Richtungsfahrbahn Köln auf der A 3, offen­kun­dig um auf der Fahrbahn Hochzeitsfotos machen zu können.

Einer Zivilstreife fie­len in Höhe des Autobahnkreuzes Ratingen-​Ost zunächst zwei Porsche und ein Audi R8 auf, die mit Warnblinklicht auf allen Fahrstreifen hin und her pen­del­ten und so den Verkehr hin­ter sich aus­brems­ten und dann hiel­ten. Andere Fahrzeuge konn­ten diese „Sperre” nicht passieren.

Zunächst gin­gen die Beamten von einem Notfall, mög­li­cher­weise einem Verkehrsunfall aus. Das Streifenteam konnte dann beob­ach­ten, wie ein Ford Mustang auf den Seitenstreifen wech­selte und die auf der Fahrbahn ste­hen­den Fahrzeuge (Unter ande­rem Audi R8 mit Blumenbouquet, Daimler E 350) über den Seitenstreifen rechts über­holte und sich davor setzte. Auch in die­sem Moment gin­gen die Beamten noch von einem mög­li­chen Verkehrsunfall aus. Mit ein­ge­schal­te­tem Blaulicht fuh­ren diese dann bis zu der ver­meint­li­chen „Unfallstelle” durch den sto­cken­den Verkehr.

An den ste­hen­den Fahrzeugen ange­kom­men, trau­ten die Beamten ihren Augen nicht. Der Fahrer des Ford Mustang Cabrio ließ vor den ste­hen­den Fahrzeugen die Reifen qual­men und wollte augen­schein­lich über die „gesperrte” Fahrbahn („Donuts”) drif­ten. In dem offe­nen Mustang stand ein Fahrzeuginsasse und machte Fotos von der Situation. Aus den ande­ren ste­hen­den Fahrzeugen stie­gen Insassen aus um ihrer­seits Fotos von dem Mustang zu machen.

Als die „tür­ki­sche Hochzeitsgesellschaft” die Beamten bemerkte, fuh­ren die Teilnehmer umge­hend wie­der an. Zwei der Luxusautos wur­den kurz dar­auf am Autobahnkreuz Ratingen Ost ange­hal­ten und kon­trol­liert. Hier äußerte einer der „Blockierer” man bräuchte sich keine Gedanken zu machen, „er kenne einen guten Anwalt”. Alle vor Ort ange­trof­fe­nen Fahrzeugführer und Beifahrer strit­ten ab, etwas falsch gemacht zu haben oder gaben an, bereits mit ihren Anwälten tele­fo­niert zu haben. Ein Beifahrer aus dem Ford Mustang gab an, dass er ledig­lich der Hochzeitsfotograf sei.

Die Ermittlungen bezüg­lich der Fahrzeugführer der Porsche dau­ern an. Die Polizei ermit­telt bei allen Beteiligten wegen des Verdachts der Nötigung und der Verkehrsgefährdung.

Die Polizei bit­tet Verkehrsteilnehmer die Zeugen des Vorfalls wur­den, sich beim Verkehrskommissariat 2 unter der Rufnummer 0211 8700 zu melden.

Foto: Polizei
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3 Kommentare

  1. Kommt ja mitt­ler­weile öfters vor. Am bes­ten Fahrzeuge kon­fis­zie­ren und für einen guten Zweck ver­stei­gern und Führerschein für 10 Jahre ein­be­hal­ten. Dann bin ich mal gespannt ob sich sowas wiederholt.

  2. in allen ande­ren Medienberichten ist nur von „Hochzeitsgesellschaft” und nicht von „Türkischer Hochzeitsgesellschaft” die Rede ...

  3. ich hab’s gewußt, als ich die erste Meldung über die­sen unge­heu­er­li­chen Vorgang las... Hintergrund: Türkische Hochzeitsgesellschaft ... Gelungene Integration. So benimmt man sich eben in der Bundesrepublik Deutschland

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