Neuss: Kaufpreise für Wohneigentum stei­gen um neun Prozent

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Um neun Prozent lagen die Kaufpreise für Alt- und Neubauten von Wohneigentum im ver­gan­ge­nen Jahr über dem Preis von 2017. Das zeigt der Grundstücksmarktbericht 2018 des Gutachterausschusses für Grundstückswerte der Stadt Neuss. 

Auch die Preise für unbe­baute Grundstücke sind gestie­gen, im durch­schnitt um 6,5 Prozent und lagen damit bei 400 Euro pro Quadratmeter bei mitt­le­rer und 500 Euro pro Quadratmeter bei guter Lage. Grundlage die­ser Zahlen sind aus­schließ­lich die tat­säch­lich getä­tig­ten Käufe mit den Kaufpreisen aus den Notarverträgen.

Die Auswertung der 1.324 Käufe im Jahr 2018 zeigt, dass die Preise nahezu auf dem gesam­ten Grundstücksmarkt wei­ter­hin kon­ti­nu­ier­lich stei­gen. So ist unbe­bau­tes Wohnbauland sowohl für Ein- als auch für Mehrfamilienhäuser um 20 bis 30 Euro pro Quadratmeter teu­rer gewor­den. Wegen des gerin­gen Angebots an unbe­bau­ten Grundstücken für Geschosswohnungsbau wer­den hier deut­lich höhere Preise gezahlt. Bei unbe­bau­tem Gewerbe- und Industrieland kam es nur zu zwei Käufen, ein deut­li­cher Hinweis auf feh­len­des Gewerbebauland. Der Bodenrichtwert für Agrarland ist um 50 Cent auf 7,50 Euro pro Quadratmeter gestiegen.

Eine neu erstellte Eigentumswohnung kos­tete im ver­gan­gen Jahr rund 3.730 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, eine gebrauchte 2.055 Euro pro Quadratmeter. Insgesamt wur­den im Bereich der Eigentumswohnung 61,4 Millionen Euro umge­setzt, die Kaufpreise zogen um neun Prozent an. Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen bleibt hoch, der Markt kann diese jedoch nicht kom­plett abde­cken. Gemeinsam mit nied­ri­gen Zinsen am Kapitalmarkt führt dies zu der stark stei­gen­den Preisentwicklung.

Bei Ein- und Zweifamilienhäusern führt feh­len­des Bauland zum Rückgang der Verkaufszahlen bei Neubauten, die Anzahl der Verkäufe von gebrauch­ten Häusern liegt auf einem gleich­blei­bend hohen Niveau. Der Umsatz hin­ge­gen stieg gleich­zei­tig, was zu einer Preissteigerung von neun Prozent im Vergleich zu 2017 führte. Ein gebrauch­tes Ein- oder Zweifamilienhaus kos­tete 2018 im Durchschnitt rund 370.000 Euro.

Nach Mehrfamilienhäusern herrscht eine große Nachfrage, das Angebot ist jedoch gering. Dies führt auch hier zu stei­gen­den Preisen, und das trotz sin­ken­der Renditen bei Wohnungsmieten.

Insgesamt stei­gen die Preise auf dem Neusser Grundstücksmarkt wei­ter an. Ursachen hier­für sind unter ande­rem die nied­ri­gen Zinsen und die Bevölkerungsbewegung zu den Ballungsräumen Düsseldorf und Köln. Vor allem der Düsseldorfer Grundstücksmarkt hat einen erheb­li­chen Einfluss auf die Preisentwicklung in Neuss. Die hohe Nachfrage nach Immobilien und die erheb­li­chen Preissteigerungen in Düsseldorf füh­ren zu Verdrängungseffekten, die sich in Neuss niederschlagen.

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte hat sämt­li­che Entwicklungen auf dem Neusser Grundstücksmarkt ana­ly­siert und im Grundstücksmarktbericht 2019 zusam­men­ge­fasst. Der Grundstücksmarktbericht 2019 für die Stadt Neuss steht im Informationssystem BORISplus unter www​.boris​.nrw​.de kos­ten­los zum Download zur Verfügung. Hier sind auch die Bodenrichtwerte und Immobilienrichtwerte für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie für Wohnungseigentum zum Stichtag 01.01.2019 für die Stadt Neuss zu finden.

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