Klartext​.NRW: Weltwassertag – Trinkwasser schüt­zen

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Klartext.NRW – Bezirksregierung Düsseldorf - Der diesjährige Weltwassertag (22.März) steht unter dem Motto „Niemand zurücklassen – Wasser und Sanitärversorgung für alle“.

Doch nicht nur in anderen Kontinenten, auch hier in Deutschland sind die nachhaltige Versorgung mit sauberem Trinkwasser und die Abwasserbeseitigung wichtige Themen, für die sich auch die Bezirksregierung Düsseldorf stark macht.

In Deutschland steht der Bevölkerung Trinkwasser in guter Qualität und ausreichender Menge zur Verfügung. Damit das so bleibt, müssen wir diese wichtige Ressource verstärkt im Blick haben. Denn für eine gute Qualität zu moderaten Preisen ist ein vorsorgender Schutz dieses wichtigsten Lebensmittels nötiger denn je.

Dauerhafte Belastungen durch Schadstoffeinträge wie Nitrat und Pflanzenbehandlungsmittel sowie Risiken durch die Entfernung der schützenden Deckschichten von Grundwasserleitern vor allem in Wasserschutzgebieten sind zu vermeiden oder zumindest zu verringern. Aus diesem Grund setzt die Bezirksregierung als Obere Wasserbehörde Wasserschutzgebiete fest und achtet bereits im Rahmen von Raumplanungsverfahren und bei der Genehmigung von Industrieanlagen auf die Belange des Grundwasserschutzes.

Da auch Oberflächengewässer für die Trinkwassergewinnung genutzt werden – im Regierungsbezirk Düsseldorf z. B. die Ruhr – müssen auch hier Schadstoffeinträge reduziert werden. Viele Schadstoffe (Arzneimittel und deren Rückstände, Chemikalien, Schwermetalle etc.) gelangen über das kommunale Abwasser in die Gewässer, aber auch durch Einleitungen der Industrie. Sie müssen durch Kläranlagen - soweit wie technisch möglich - aus dem Wasserkreislauf entfernt werden.

Als neue Herausforderung ist im Jahr 2018 die langanhaltende Trockenheit bei überdurchschnittlich hohen Temperaturen aufgetreten, die die oberirdischen wie die unterirdischen Wasserspeicher ganz ungewöhnlich weit geleert hat. Da schon seit Jahren die besonders wichtigen Winterniederschläge abnehmen - bei ganzjährig steigenden Temperaturen und einer damit einhergehenden längeren Wachstumsperiode der Pflanzen, ist davon auszugehen, dass sich solche Extremsituationen wiederholen.

Über die Reduzierung des Verbrauchs in den privaten Haushalten hinaus ist deshalb zu prüfen, wie auch im industriell-gewerblichen und im landwirtschaftlichen Bereich der Verbrauch den veränderten Bedingungen angepasst werden kann. Hier wird die Bezirksregierung Düsseldorf mit den zuständigen Behörden und Verbänden, aber auch betroffenen Anlagenbetreibern bis zum Beginn des Sommers Beratungsgespräche führen.

Die kommunale Abwasserbeseitigung in Deutschland erfolgt auf einem hohen Niveau. Aber Kanalnetze kommen in die Jahre, sie müssen daher regelmäßig untersucht und erneuert werden. Neue Siedlungsbereiche und verschärfte Anforderungen zum Schutz der Gewässer machen zwingend einen Ausbau und eine Leistungssteigerung der Anlagen erforderlich damit das in den Kanalnetzen gesammelten Schmutz- und Niederschlagswasser vorschriftsgemäß behandelt werden kann.

Hier schließt sich der Kreis zur sicheren Trinkwasserversorgung. Wenn es besser gelingt, sogenannte Mikroschadstoffe wie Arzneimittel, Pflanzenbehandlungsmittel und Mikroplastik zu entfernen, sorgt man auch für eine sichere Trinkwasserversorgung vor und entlastet zudem zum Wohl der Tiere auch die Flüsse und Meere – was dann über die Nahrungskette wieder überlebenswichtig für die Menschen ist. Die Bezirksregierung bewertet zusammen mit dem Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz und den Unteren Wasserbehörden die Situation, überwacht die Behandlungsanlagen und berät die Städte und Anlagenbetreiber.

Neue Behandlungstechniken (die „vierte Reinigungsstufe“) sind teuer, die Errichtung solcher Anlagen kostet Zeit. Umso wichtiger ist es, dass - schon heute – diese Stoffe nicht ins Abwasser gelangen. Dies gilt nicht nur für Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft. Jede Bürgerin / jeder Bürger kann mithelfen, indem man darauf achtet, dass Arzneimittel, Chemikalien und Pflanzenschutzmittel nicht über Toilette oder Waschbecken entsorgt, sondern der Abfallsammlung zugeführt werden.

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