Klartext​.NRW: Weltwassertag – Trinkwasser schützen

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Klartext​.NRW – Bezirksregierung Düsseldorf – Der dies­jäh­rige Weltwassertag (22.März) steht unter dem Motto „Niemand zurück­las­sen – Wasser und Sanitärversorgung für alle“. 

Doch nicht nur in ande­ren Kontinenten, auch hier in Deutschland sind die nach­hal­tige Versorgung mit sau­be­rem Trinkwasser und die Abwasserbeseitigung wich­tige Themen, für die sich auch die Bezirksregierung Düsseldorf stark macht.

In Deutschland steht der Bevölkerung Trinkwasser in guter Qualität und aus­rei­chen­der Menge zur Verfügung. Damit das so bleibt, müs­sen wir diese wich­tige Ressource ver­stärkt im Blick haben. Denn für eine gute Qualität zu mode­ra­ten Preisen ist ein vor­sor­gen­der Schutz die­ses wich­tigs­ten Lebensmittels nöti­ger denn je.

Dauerhafte Belastungen durch Schadstoffeinträge wie Nitrat und Pflanzenbehandlungsmittel sowie Risiken durch die Entfernung der schüt­zen­den Deckschichten von Grundwasserleitern vor allem in Wasserschutzgebieten sind zu ver­mei­den oder zumin­dest zu ver­rin­gern. Aus die­sem Grund setzt die Bezirksregierung als Obere Wasserbehörde Wasserschutzgebiete fest und ach­tet bereits im Rahmen von Raumplanungsverfahren und bei der Genehmigung von Industrieanlagen auf die Belange des Grundwasserschutzes.

Da auch Oberflächengewässer für die Trinkwassergewinnung genutzt wer­den – im Regierungsbezirk Düsseldorf z. B. die Ruhr – müs­sen auch hier Schadstoffeinträge redu­ziert wer­den. Viele Schadstoffe (Arzneimittel und deren Rückstände, Chemikalien, Schwermetalle etc.) gelan­gen über das kom­mu­nale Abwasser in die Gewässer, aber auch durch Einleitungen der Industrie. Sie müs­sen durch Kläranlagen – soweit wie tech­nisch mög­lich – aus dem Wasserkreislauf ent­fernt werden.

Als neue Herausforderung ist im Jahr 2018 die lang­an­hal­tende Trockenheit bei über­durch­schnitt­lich hohen Temperaturen auf­ge­tre­ten, die die ober­ir­di­schen wie die unter­ir­di­schen Wasserspeicher ganz unge­wöhn­lich weit geleert hat. Da schon seit Jahren die beson­ders wich­ti­gen Winterniederschläge abneh­men – bei ganz­jäh­rig stei­gen­den Temperaturen und einer damit ein­her­ge­hen­den län­ge­ren Wachstumsperiode der Pflanzen, ist davon aus­zu­ge­hen, dass sich sol­che Extremsituationen wiederholen.

Über die Reduzierung des Verbrauchs in den pri­va­ten Haushalten hin­aus ist des­halb zu prü­fen, wie auch im industriell-​gewerblichen und im land­wirt­schaft­li­chen Bereich der Verbrauch den ver­än­der­ten Bedingungen ange­passt wer­den kann. Hier wird die Bezirksregierung Düsseldorf mit den zustän­di­gen Behörden und Verbänden, aber auch betrof­fe­nen Anlagenbetreibern bis zum Beginn des Sommers Beratungsgespräche führen.

Die kom­mu­nale Abwasserbeseitigung in Deutschland erfolgt auf einem hohen Niveau. Aber Kanalnetze kom­men in die Jahre, sie müs­sen daher regel­mä­ßig unter­sucht und erneu­ert wer­den. Neue Siedlungsbereiche und ver­schärfte Anforderungen zum Schutz der Gewässer machen zwin­gend einen Ausbau und eine Leistungssteigerung der Anlagen erfor­der­lich damit das in den Kanalnetzen gesam­mel­ten Schmutz- und Niederschlagswasser vor­schrifts­ge­mäß behan­delt wer­den kann.

Hier schließt sich der Kreis zur siche­ren Trinkwasserversorgung. Wenn es bes­ser gelingt, soge­nannte Mikroschadstoffe wie Arzneimittel, Pflanzenbehandlungsmittel und Mikroplastik zu ent­fer­nen, sorgt man auch für eine sichere Trinkwasserversorgung vor und ent­las­tet zudem zum Wohl der Tiere auch die Flüsse und Meere – was dann über die Nahrungskette wie­der über­le­bens­wich­tig für die Menschen ist. Die Bezirksregierung bewer­tet zusam­men mit dem Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz und den Unteren Wasserbehörden die Situation, über­wacht die Behandlungsanlagen und berät die Städte und Anlagenbetreiber.

Neue Behandlungstechniken (die „vierte Reinigungsstufe“) sind teuer, die Errichtung sol­cher Anlagen kos­tet Zeit. Umso wich­ti­ger ist es, dass – schon heute – diese Stoffe nicht ins Abwasser gelan­gen. Dies gilt nicht nur für Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft. Jede Bürgerin /​jeder Bürger kann mit­hel­fen, indem man dar­auf ach­tet, dass Arzneimittel, Chemikalien und Pflanzenschutzmittel nicht über Toilette oder Waschbecken ent­sorgt, son­dern der Abfallsammlung zuge­führt werden.

(24 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)