Rommerskirchen: Herausforderung für die Zukunft – Gemeinde baut Kita-​Plätze aus

Rommerskirchen – In diesen Tagen ist das Thema Kinderbetreuung wieder in aller Munde. "Gute Kita - Gesetz", neues Kibiz usw. .

Bürgermeister Dr. Martin Mertens: "Wir in Rommerskirchen haben seit jeher besonderes Augenmerk auf unsere Kindertagesstätten gelegt. Von den verschiedensten Seiten wird uns immer wieder attestiert, auf welch guten Niveau sich unsere Einrichtungen bewegen." In den letzten Jahren haben sich gravierende Veränderungen ergeben.

Vor wenigen Jahren mussten sich Träger von Kindertagesstätten Gedanken um Gruppenumstrukturierungen machen, um den Bestand aufgrund sinkender Kinderzahlen zu sichern. Vor rd. 5 Jahren setzte dann eine ganz andere Entwicklung ein - Betreuungsplätze wurden rar und die Kommunen mussten reagieren. In engen Zusammenspiel mit dem Jugendamt des Rhein-Kreises Neuss als zuständigem Träger der Jugendhilfe werden Jahr für Jahr die Prognosezahlen für den Bedarf an Betreuungsplätzen erarbeitet. Und schnell war klar - der Bedarf wächst erheblich.

Das hat mehrere Ursachen. Rommerskirchen ist eine für junge Familien attraktive Gemeinde. Das Baulandangebot ist gut und junge Familien ziehen gerne hierhin. Neben der Bautätigkeit ist aber auch eine leicht steigende Geburtenrate zu verzeichnen. Last but not least kommt hinzu, dass in den letzten Jahren in Rommerskirchen dutzende seniorengerechte Wohnungen entstanden sind. Viele alteingesessene ältere Rommerskirchen haben ihre Häuser verkauft, um dort einzuziehen. In die Bestandsimmobilien sind wiederum häufig junge Familien eingezogen.

In den letzten Jahren hat die Gemeinde massiv neue Kindergartenplätze geschaffen. Am Gorchheimer Weg wurde eine komplett neue zweigruppige Kindertagesstätte errichtet (Gillbach - Wichtel), die bereits um zwei Gruppen erweitert wurde.

Im letzten Jahr hat dann der Rat den Beschluss zur Errichtung einer weiteren Kindertagesstätte am Veilchenweg gefasst. Hier laufen die Vorbereitungen zum Baubeginn auf vollen Touren, damit die Einrichtung zum 1.8.2020 öffnen kann. Ebenfalls in Vorbereitung ist die Schaffung einer weiteren Naturgruppe in Widdeshoven. Im Gebäude der ehemaligen Gärtnerei Olligs, in dem auch das "Dorf Café" seine Heimat finden wird, soll zum 1.8.2020 eine Naturgruppe angesiedelt werden. Diese fügt sich thematisch hervorragend in die geplanten interkulturellen Gärten auf dem Gelände ein.

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