Rhein-​Kreis Neuss: Experten infor­mier­ten im Kreishaus Grevenbroich: „Herz außer Takt“

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Über 1,8 Millionen Menschen in Deutschland haben Vorhofflimmern, das sind 2,2 Prozent der Bevölkerung. Für das Jahr 2020 wird mit einem Zuwachs auf 2,7 Prozent gerechnet.

Das wurde jetzt bei einer Informationsveranstaltung im Kreishaus Grevenbroich deut­lich. Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke begrüßte dort als Schirmherr rund 70 Teilnehmer. Das Seminar stand unter dem Leitthema „Herz außer Takt“ und fand im Rahmen der bun­des­wei­ten Herzwochen der Deutschen Herzstiftung statt, deren Ziele Professor Dr. Michael Haude, Chefarzt am Lukaskrankenhaus in Neuss, vorstellte.

Der Rhein-​Kreis Neuss ver­steht sich als enga­gier­ter Dienstleister für seine Bürgerinnen und Bürger – beson­ders rund um das Thema Gesundheit. Und der Bedarf an zuver­läs­si­ger und ver­ständ­li­cher Information ist grö­ßer denn je“, sagte Petrauschke vor dem Hintergrund, dass im Rhein-​Kreis Neuss jähr­lich rund 1.200 Menschen mit Vorhofflimmern sta­tio­när behan­delt werden.

Bluthochdruck sei die häu­figste Ursache für Vorhofflimmern, und Herzrhythmusstörungen kön­nen zu Schlaganfall und Herzschwäche füh­ren, so Oberarzt Ashalley Vardon-​Odonkor vom Lukaskrankenhaus. Dr. Rainer Budde, nie­der­ge­las­se­ner Herzspezialist aus Grevenbroich, erläu­terte vor allem die Therapie mit Gerinnungshemmern wie Marcumar oder alter­na­ti­ven Präparaten, den so genann­ten NOAKs. Rhythmusstabilisierende Medikamente wur­den von ihm eben­falls umfas­send behandelt.

Auf die so genannte Ablation ging Oberarzt Dr. Torsten Becker vom Lukaskrankenhaus ein. Durch einen Verödungskatheter wird hier der Stromfluss im Herzen güns­tig beein­flusst. Die Erfolgsrate liege bei 75 bis 90 Prozent.

Herz-​Seminar im Kreishaus Grevenbroich (von links): Professor Dr. Michael Haude, Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke, Dr. Torsten Becker, Dr. Rainer Budde und Ashalley Vardon-​Odonkor. Foto: Michael Reuter/​Rhein-​Kreis Neuss
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