Rhein‐​Kreis Neuss: Polizei warnt vor Betrügern – soge­nann­ter „Enkeltrick”

Rhein-Kreis Neuss (ots) "Hallo, erkennst Du mich nicht? Ich bin es, dein Neffe / deine Nichte!" Mit diesen Worten meldete sich am Mittwoch (13.03.) ein bislang unbekannter Anrufer bei Senioren in Neuss und Meerbusch.

Der Unbekannte suggerierte den weit über 80 Jährigen, ein naher Verwandter zu sein und sich in einer finanziellen Notlage zu befinden. In beiden Fällen ging es um den Erwerb einer Eigentumswohnung. Benötigt würde dringend Bargeld in Höhe von mehreren zehntausend Euro. Die misstrauischen Opfer gingen nicht auf die Forderungen der Unbekannten ein, sondern setzten sich mit ihren Familienangehörigen in Verbindung.

Dabei stellte sich heraus, dass es sich bei den Anrufern offensichtlich um sogenannte "Enkeltrickbetrüger" handelte. Daraufhin informierten die Senioren richtigerweise die Polizei. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Bislang liegen keine Hinweise zur Identität der Betrüger vor. Zu Geldübergaben ist es in den bekannt gewordenen Fällen nicht gekommen.

Tipps Ihrer Polizei gegen den Enkeltrick: Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt. Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert oder vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.

Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. Informieren Sie sofort die Polizei über den Notruf 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt. Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

Die Kreispolizeibehörde nimmt zur Kenntnis, dass die regelmäßige Berichterstattung dazu beiträgt, dass es in den letzten Wochen fast alle Enkeltrickversuche glücklicherweise im Versuchsstadium stecken geblieben ist. Die Seniorinnen und Senioren sind sehr aufmerksam geworden und beherzigen die Ratschläge der Polizei, die durch die Medien weiter transportiert werden.

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