Korschenbroich: Internationale Orgelwoche und Orgelwettbewerb – Spitzenmusiker wer­den erwartet

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Robert Schilken, Herausgeber



Korschenbroich – Internationale Spitzenorganisten geben sich vom 17. bis 24. März in Korschenbroich die Klinke in die Hand: Sie neh­men an der beson­de­ren Kombination aus der Internationalen Orgelwoche und dem Orgelwettbewerb teil. 

In die­ser Form ist das über­re­gio­nal bedeut­same Ereignis alle zwei Jahre und nun­mehr zum elf­ten Mal zu erle­ben. Den Auftakt am 17. März um 17 Uhr gestal­tet Regionalkantor Martin Sonnen. „Der Fastenzeit ent­spre­chend steht Musik zur Besinnung auf dem Programm“, kün­digte es Bürgermeister Marc Venten jetzt beim Pressegespräch an. Kompositionen von Händel, Bach, Liszt, Widor, Wargner und Barber kom­men zu Gehör.

Die Orgel ist ein Alleinstellungsmerkmal und der Wettbewerb ist es in unse­rer Region in diese Kontinuität auch“, so Sonnen. In der inter­na­tio­na­len Orgelmusiker-​Nachwuchsszene und gerade bei den Asiaten sei „die Korschenbroicher St. Andreas Kirche aus die­sem Grund oft­mals bekann­ter als der Kölner Dom“, weiß er schmun­zelnd aus sei­ner eige­nen Studentenzeit zu berichten.

Am 19. März um 19.30 Uhr bringt Michael Hoppe, Domorganist am Hohen Dom zu Aachen, die Korschenbroicher Orgel zum Klingen. Am 21. März um 19.30 Uhr nimmt der Kölner Domorganist Winfried Bönig an die­sem kost­ba­ren Instrument Platz. Hayo Borema, Titularorganist an der St. Laurenskerk in Rotterdam, gestal­tet am 24. März um 17 Uhr das Abschlusskonzert.

Diese vier erfah­re­nen Experten bil­den zugleich die Jury des Wettbewerbs, für den sich aus 34 Bewerbungen elf Teilnehmer qua­li­fi­ziert haben. Sie kom­men aus sie­ben Ländern: Südkorea, Russland, Polen, Litauen, Rumänien, Österreich und Deutschland. Einige stu­die­ren in der Bundesrepublik, andere rei­sen eigens bei­spiels­weise aus Moskau an. Die öffent­li­che Endprobe kann man bei freiem Eintritt mit­er­le­ben am 23. März von 9.30 bis 12.30 Uhr. Da die Bewerber dies­mal in freier Programmgestaltung drei Stücke aus ver­schie­de­nen Epochen selbst aus­wäh­len dür­fen, ver­spricht dies ein abwechs­lungs­rei­cher und über­aus hörens­wer­ter Vormittag zu werden.

Die Gesamtveranstaltung wird in guter Tradition maß­geb­lich von der Sparkassenstiftung und erst­mals auch vom Bistum Aachen finan­zi­ell unter­stützt. Für Freunde der Korschenbroicher Orgelmusik ist die Konzertreihe auch gleich die letzte große Veranstaltung vor einem Abschied. Kurz dar­auf wird das 1953 von Johannes Klais erbaute in meh­re­ren Abschnitten erwei­terte Instrument mit mehr als 50 Registern, vier Manualen und Pedal kom­plett aus­ge­baut und saniert.

Wenn es gerei­nigt, tech­nisch auf den neus­ten Stand gebracht und im Klangbild erwei­tert ist, soll es hof­fent­lich zur Weihnachtszeit im Rahmen einer musi­ka­li­schen Festwoche wie­der in der Kirche ertö­nen. Die Kosten wer­den je zur Hälfte aus einem Orgelsanierungsprogramm des Bundes und von der Gemeinde getragen.

Veranstalter der Orgelwoche und des Orgelwettbewerbs sind die Pfarre St. Andreas Korschenbroich sowie der Freundeskreis für Orgelmusik an St. Andreas Korschenbroich e.V., Karten gibt es beim Kulturamt der Stadt Korschenbroich. „Um das Erlebnis einem brei­ten Publikum zugäng­lich zu machen, haben wir die Eintrittspreise im Vorverkauf auf 12 € (ermä­ßigt 7 €) und an der Abendkasse auf 15 € (ermä­ßigt 10 €) gesenkt“, so Kulturamtsleiterin Michale Messmann. Das Abo für alle vier Konzerte ist für 30 € (20 €) erhältlich.

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