Rhein-​Kreis Neuss: Kreis, Stadt, Sparkasse und Eigentümer pla­nen Start-up-Center

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Rhein-​Kreis Neuss – Der Rhein-​Kreis Neuss, die Stadt Neuss, die Sparkasse Neuss und die neuen Eigentümer der Immobilie Moselstraße 14 („Pressehaus“) beab­sich­ti­gen, einen soge­nann­ten Innovationshub für Start-​up-​Unternehmen zu etablieren. 

Die Vorarbeiten soll die Kommunikations- und Innovationsagentur Blanko GmbH, die bereits das „Super7000“-Co-Working-Space in Düsseldorf betreibt, in Kooperation mit den Wirtschaftsförderungen von Kreis und Stadt erbringen.

Ziel ist es, das Klima für inno­va­tive Gründungen bei uns durch den Aufbau der dafür erfor­der­li­chen Infrastruktur wei­ter zu stär­ken“, so Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke. Kreis, Stadt und Sparkasse koope­rier­ten schließ­lich schon seit Jahren bei der Beratung und Begleitung klas­si­scher Existenzgründungen, so dass die Zusammenarbeit bei die­sem „Co-Working-Space“-Projekt naheliege.

Andreas Galland, Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung der Stadt Neuss, ver­spricht sich eben­falls viel von dem Vorhaben: „Gemeinsam mit unse­ren Partnern gehen wir einen wei­te­ren, wich­ti­gen Schritt zur Schärfung des Profils als Gründungsstandort. Wir akti­vie­ren die Bestandsunternehmen und loten mit ihnen gemein­sam die Zielvorgaben und Schwerpunkte für die künf­tige Entwicklung aus. So gewähr­leis­ten wir eine bedarfs­ge­rechte Verfestigung der Start-​up-​Szene. Davon wer­den letzt­lich alle Beteiligten, der Bestand und die Gründer, profitieren.“

Der Rhein-​Kreis Neuss ist seit 2016 einer von vier Gesellschaftern des „digi­hub Düsseldorf/​Rheinland“ und hat mit dem ChemLab bereits einen bran­chen­be­zo­ge­nen Innovationshub mit der Stadt Dormagen und dem Chempark-​Betreiber Currenta initi­iert. Die Stadt Neuss koope­riert im Rahmen ihres Immobilienservice schon lange mit Anbietern klei­ne­rer Co-​Working-​Spaces und ist vom Rat ermäch­tigt wor­den, eine Kooperation mit dem noch zu errich­ten­den „Ideengeberhaus“ ein­zu­ge­hen, das sich an Start-​ups aus der Informationstechnologie und ver­wandte Branchen richtet.

Die Kooperationspartner stim­men aber in der Einschätzung über­ein, dass das bestehende bezie­hungs­weise in der Entstehung begrif­fene Co-​Working-​Space-​Angebot mit­tel­fris­tig nicht aus­rei­chend ist, um der Start-​up-​Szene in Kreis und Stadt den gewünsch­ten Rückenwind zu geben. Es fehle ein Leuchtturm-​Projekt, um junge Unternehmensgründer für den Standort zu inter­es­sier­ten, heißt es. Und das soll sich nun ändern.

Die Co-​Working-​Space-​Planer haben sich dar­auf ver­stän­digt, dass die öffentlich-​rechtlichen Kooperationspartner die exter­nen Kosten der Initiierungsphase tra­gen, woge­gen die Eigentümer der Immobilie die Kosten der exter­nen Beratung und Unterstützung der Implementierungsphase über­neh­men. Zusätzlich erbrin­gen Kreis und Stadt über ihre Wirtschaftsförderungen unter Leitung von Robert Abts bezie­hungs­weise Andreas Galland Eigenleistungen in Form von Expertise und per­so­nel­len Ressourcen.

Die bei­den Gebietskörperschaften tei­len sich außer­dem die Kosten für die Produktion von Werbemitteln und Arbeitsmaterialien und gege­be­nen­falls die Anmietung von Räumen und das Catering. Die öffentlich-​rechtlichen Kooperationspartner beab­sich­ti­gen, sich auch im Betrieb des Innovationshubs ein­zu­brin­gen. Dies kann etwa durch das Angebot von Beratungsleistungen oder die Durchführung von Veranstaltungen in den Räumlichkeiten geschehen. 

Start-​up-​Center an der Moselstraße geplant (von links): Neuss‘ Erster Beigeordneter Frank Gensler, Fabian Winkler, Thomas Belting, Markus Lezaun, Uwe Beyer und Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke. Foto: S. Büntig/​Rhein-​Kreis Neuss
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