Grevenbroich: Herausforderungen im Blick: Austausch zwi­schen Stadt und Betriebsräten

Grevenbroich – Zu einem Austausch über aktu­elle Themen hat sich Bürgermeister Klaus Krützen mit dem stv. Betriebsratsvorsitzenden des Tagebaus Garzweiler, Klaus Emmerich, dem Betriebsratsvorsitzenden der Kraftwerke Frimmersdorf‐​Neurath, Michael Bochinsky und Jasmin Zielke von der Auszubildendenvertretung getrof­fen.

Das Gespräch wurde bestimmt durch die Herausforderungen, die mit dem Abschluss der Arbeit der Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung (WSB) und der geplan­ten Umsetzung der Beschlüsse auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und die Stadt Grevenbroich glei­cher­ma­ßen zukom­men. Krützen sagte zu, sich wei­ter­hin dafür ein­zu­set­zen, dass den Beschäftigten keine Nachteile ent­ste­hen.

Konkret wurde durch die Betriebsräte ange­mahnt, dass zu tref­fende Regelungen hin­sicht­lich der sozi­al­ver­träg­li­chen Ausgestaltung für die Reduzierung und Beendigung der Kohleverstromung, für alle Beschäftigten glei­cher­ma­ßen gel­ten müs­sen. Dies ist für den Betriebsfrieden von enor­mer Bedeutung. Außerdem müs­sen jun­gen Beschäftigten echte Perspektiven und Sicherheit gebo­ten wer­den. Befristete Verträge tra­gen nicht dazu bei, junge, qua­li­fi­zierte Kräfte auf Dauer im Konzern und in der Region zu hal­ten.

Einig waren sich Krützen und die Betriebsräte auch darin, dass sehr rasch damit begon­nen wer­den muss, neue Arbeitsplätze zu schaf­fen. Dabei steht beson­ders die Fläche des Kraftwerks Frimmersdorf im Mittelpunkt. Für die Region und für die Beschäftigten könn­ten dort neue Perspektiven geschaf­fen wer­den, die dazu bei­tra­gen, einen Ausgleich für die kurz­fris­tig anste­hen­den Stilllegungen von Kraftwerksblöcken ent­ste­hen zu las­sen.

Dazu ist aber not­wen­dig, dass RWE Power den erst kürz­lich im Stadtrat ange­ris­se­nen Zeitplan für die Entwicklung die­ser Fläche dras­tisch strafft. Es darf nicht pas­sie­ren, dass in gro­ßem Umfang Arbeitsplätze durch die Abschaltung von Kraftwerksblöcken ent­fal­len, und erst zehn Jahre spä­ter damit begon­nen wird, auf RWE‐​Gelände für einen Ausgleich zu sor­gen“, so Krützen.

Mir war der Austausch aus zwei Gründen sehr wich­tig“, erläu­tert Krützen seine Motivation. „Einerseits wollte ich die Eindrücke, die ich bei­spiels­weise im Rahmen von Betriebsversammlungen von der Stimmung in der Belegschaft bekom­men habe, ver­tie­fen. Mich hat beson­ders inter­es­siert, wie die jun­gen Beschäftigten über die der­zei­tige Situation den­ken. Andererseits ist es nur von Vorteil, sich über gemein­same Interessen und Ziele eng abzu­stim­men. Das wer­den wir fort­set­zen“, so Krützen abschlie­ßend.

v.l.n.r.: Michael Bochinsky (BR Kraftwerk Frimmersdorf‐​Neurath), Bürgermeister Klaus Krützen, Ira Leifen (Leitung Bürgermeisterbüro), Jasmin Zielke (Auszubildenden‐​vertretung), Klaus Emmerich (BR Tagebau Garzweiler). Foto: Stadt
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