Grevenbroich: Herausforderungen im Blick: Austausch zwi­schen Stadt und Betriebsräten

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Grevenbroich – Zu einem Austausch über aktu­elle Themen hat sich Bürgermeister Klaus Krützen mit dem stv. Betriebsratsvorsitzenden des Tagebaus Garzweiler, Klaus Emmerich, dem Betriebsratsvorsitzenden der Kraftwerke Frimmersdorf-​Neurath, Michael Bochinsky und Jasmin Zielke von der Auszubildendenvertretung getroffen.

Das Gespräch wurde bestimmt durch die Herausforderungen, die mit dem Abschluss der Arbeit der Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung (WSB) und der geplan­ten Umsetzung der Beschlüsse auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und die Stadt Grevenbroich glei­cher­ma­ßen zukom­men. Krützen sagte zu, sich wei­ter­hin dafür ein­zu­set­zen, dass den Beschäftigten keine Nachteile entstehen.

Konkret wurde durch die Betriebsräte ange­mahnt, dass zu tref­fende Regelungen hin­sicht­lich der sozi­al­ver­träg­li­chen Ausgestaltung für die Reduzierung und Beendigung der Kohleverstromung, für alle Beschäftigten glei­cher­ma­ßen gel­ten müs­sen. Dies ist für den Betriebsfrieden von enor­mer Bedeutung. Außerdem müs­sen jun­gen Beschäftigten echte Perspektiven und Sicherheit gebo­ten wer­den. Befristete Verträge tra­gen nicht dazu bei, junge, qua­li­fi­zierte Kräfte auf Dauer im Konzern und in der Region zu halten.

Einig waren sich Krützen und die Betriebsräte auch darin, dass sehr rasch damit begon­nen wer­den muss, neue Arbeitsplätze zu schaf­fen. Dabei steht beson­ders die Fläche des Kraftwerks Frimmersdorf im Mittelpunkt. Für die Region und für die Beschäftigten könn­ten dort neue Perspektiven geschaf­fen wer­den, die dazu bei­tra­gen, einen Ausgleich für die kurz­fris­tig anste­hen­den Stilllegungen von Kraftwerksblöcken ent­ste­hen zu lassen.

Dazu ist aber not­wen­dig, dass RWE Power den erst kürz­lich im Stadtrat ange­ris­se­nen Zeitplan für die Entwicklung die­ser Fläche dras­tisch strafft. Es darf nicht pas­sie­ren, dass in gro­ßem Umfang Arbeitsplätze durch die Abschaltung von Kraftwerksblöcken ent­fal­len, und erst zehn Jahre spä­ter damit begon­nen wird, auf RWE-​Gelände für einen Ausgleich zu sor­gen“, so Krützen.

Mir war der Austausch aus zwei Gründen sehr wich­tig“, erläu­tert Krützen seine Motivation. „Einerseits wollte ich die Eindrücke, die ich bei­spiels­weise im Rahmen von Betriebsversammlungen von der Stimmung in der Belegschaft bekom­men habe, ver­tie­fen. Mich hat beson­ders inter­es­siert, wie die jun­gen Beschäftigten über die der­zei­tige Situation den­ken. Andererseits ist es nur von Vorteil, sich über gemein­same Interessen und Ziele eng abzu­stim­men. Das wer­den wir fort­set­zen“, so Krützen abschließend.

v.l.n.r.: Michael Bochinsky (BR Kraftwerk Frimmersdorf-​Neurath), Bürgermeister Klaus Krützen, Ira Leifen (Leitung Bürgermeisterbüro), Jasmin Zielke (Auszubildenden-​vertretung), Klaus Emmerich (BR Tagebau Garzweiler). Foto: Stadt
(52 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)