Grevenbroich: Polizei warnt vor unse­riö­sen Handwerkern

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss /​Grevenbroich (ots) Am Montagabend (11.03.) klin­gel­ten vier Männer an der Haustür einer Seniorin in Grevenbroich-Neukirchen. 

Das Quartett hatte einige Tage zuvor bei der älte­ren Dame Handwerksarbeiten in der Garageneinfahrt erle­digt. Weil die über 80-​Jährige von einem seriö­sen Angebot aus­ging, ließ sie die Leistungen durch­füh­ren. Mehr als 2.500 Euro ver­lang­ten die Handwerker dann plötz­lich für ihre Tätigkeiten, eine ordent­li­che Rechnung für die Arbeiten gab es nicht. Da die Grevenbroicherin zu die­sem Zeitpunkt jedoch nicht über genü­gend Bargeld ver­fügte, einigte man sich auf ein wei­te­res Treffen, um die rest­li­che Summe zu begleichen.

Nachdem zwi­schen­zeit­lich ein enger Familienangehöriger von dem „win­di­gen Geschäft” erfah­ren hatte, infor­mierte die­ser rich­ti­ger­weise die Polizei und erstatte Anzeige. Gemeinsam war­tete man auf die ver­meint­li­chen Handwerker, die augen­schein­lich „Pfusch” abge­lie­fert hat­ten. Tatsächlich erschien die Truppe am Montagabend (11.03.), gegen 18:30 Uhr, und for­derte den fäl­li­gen Restbetrag ein.

Bei der Überprüfung der rei­sen­den Briten, im Alter von 14, 17, 21 und 22 Jahren, stellte sich her­aus, dass gegen den Ältesten ein Haftbefehl, wegen eines Verkehrsverstoßes, vor­lag. Er wurde fest­ge­nom­men. Nach Zahlung einer Geldstrafe konnte er wie­der auf freien Fuß gesetzt wer­den. Die Kriminalpolizei hat im vor­lie­gen­den Fall die Ermittlungen hin­sicht­lich Verdacht des Leistungsbetruges aufgenommen.

Vor unse­riö­sen Handwerkern, die ihre Dienste im Rahmen soge­nann­ter „Haustürgeschäfte” anbie­ten, warnt die Polizei. Seriöse Handwerker stel­len ihre Arbeiten in Rechnung und las­sen sich die Dienstleistung nach voll­brach­ter Arbeit per Überweisung bezah­len. Zahlungen in Bar gel­ten in der Branche als unüb­lich, erst recht nie­mand „schickt” sei­nen Kunden zur Bank! In der Regel stel­len die Betriebe nach Ende der Arbeiten eine Rechnung aus, die dem Kunden im Nachhinein zukommt und von ihm noch geprüft wer­den kann. Wer unse­riöse Dienste an der Haustür anbie­tet, feh­ler­hafte Arbeiten ver­rich­tet oder über­teu­erte Rechnungen aus­stellt, begeht mit­un­ter eine Straftat. Der Tatbestand reicht von Wucher bis hin zu Betrug. Informieren Sie die Polizei, wenn Ihnen der­ar­tige Dienstleistungen an der Haustür ange­bo­ten wer­den. Oft sind ins­be­son­dere ältere Menschen Opfer die­ser Masche.

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