Neuss; Bernhard Stöcker uner­war­tet verstorben

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Bürgermeister Reiner Breuer und der Stadtpräsident der rus­si­schen Partnerstadt Pskow, Iwan Zezerski, wür­di­gen Bernhard Stöcker.

Der lang­jäh­rige Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft Neuss-​Pskow e.V. ver­starb ganz uner­war­tet am Dienstag ver­gan­ge­ner Woche im Alter von 66 Jahren. Seinen Angehörigen und Freunden sowie sei­nen Kollegen, Bekannten und allen, die ihn gekannt haben, spre­chen Breuer und Zezerski ihr tie­fes Mitgefühl aus.

Der Neusser Bürgermeister hebt die außer­ge­wöhn­li­che Persönlichkeit Bernhard Stöckers her­vor. Durch sein beson­de­res Engagement habe er den Grundstein für die Partnerschaft zwi­schen Neuss und Pskow gelegt. Als einer der ers­ten Feuerwehrmänner fuhr er mit einem huma­ni­tä­ren Hilfstransport ins rus­si­sche Pskow. Die Bekanntschaft mit Bernhard Stöcker habe Ende der 1980er Jahre begon­nen, erin­nert sich der Pskower Stadtpräsident Zezerski, noch vor dem offi­zi­el­len Abschluss des Partnerschaftsvertrages zwi­schen den Städten. Zezerski sagt dank­bar, wie wich­tig die Kontaktbildung und der Erfahrungsaustausch der Feuerwehren Neuss und Pskow war.

Bürgermeister Breuer wür­digt die Kraft und all die Zeit, mit der Bernhard Stöcker die Freundschaft zwi­schen Pskow und Neuss gelebt und gepflegt habe. Er half bei der Vermittlung von Kontakten zur Kinderklinik, zum Tierheim, zu den Behindertenwerken und den Kinderheimen in Pskow. Und auch die zahl­rei­chen Studierenden aus Pskow, die in Neuss ein Praktikum absol­vier­ten, wur­den von ihm und sei­ner Familie immer herz­lich emp­fan­gen und betreut. Bis 2017 war er gemein­sam mit dem Leiter der Feuerwehr Neuss, Joachim Elblinger, als Spendenbeauftragter der Stadt Neuss immer wie­der in Pskow. Zuletzt hatte er mit dem Bürgermeisteramt die bevor­ste­hende Bürgerreise zum Internationalen Hansetag in Pskow geplant. Er war dabei das wich­tigste Bindeglied zwi­schen Neuss und Pskow.

Bei der Stadt Neuss war Bernhard Stöcker immer gern gese­hen und will­kom­men. Dabei war er für die Stadt nicht nur eine unschätz­bare Hilfe, son­dern auch ein sehr guter Freund. Neben sei­nem uner­müd­li­chen Engagement für die Feuerwehr Neuss (in der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr), darf nicht uner­wähnt blei­ben, dass sich Bernhard Stöcker auch noch für zahl­rei­che wei­tere Hilfsdienste und Projekte ein­ge­setzt hat. Mit gro­ßer Leidenschaft stat­tete er etwa einen Baby-​Notarztwagen für die Partnerstadt Pskow aus und über­führte ihn selbst nach Russland.

Er sorgte auch dafür, dass Spenden aus Neuss wirk­sam vor Ort ein­ge­setzt wur­den. Darüber hin­aus war Stöcker wich­tig, mehr­mals im Jahr seine Feuerwehr-​Kameraden in Pskow zu besu­chen, mit denen er in tie­fer Freundschaft ver­bun­den war. Sein plötz­li­cher Tod hin­ter­lässt an vie­len Stellen eine große Lücke.

Baby-​Notarztwagen für die Partnerstadt Pskow. V.l.n.r.: Dr. Guido Engelmann, Stefan Hahn, Bernhard Stöcker und Joachim Kürsten.
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