Meerbusch: 90 alte Bus- und Bahnhaltestellenschilder zum Verkauf

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!
Wussten Sie das dafür ein hoher Zeitaufwand erforderlich ist? Auch die Aufwendungen für Reportagen und die Internetkosten sind nicht unerheblich.

Werbung ist die einzige Möglichkeit Kosten zu decken. Diese Art der Finanzierung macht jedoch abhängig. Aber Unabhängigkeit ist ein hohes Gut, welches ich unbedingt bewahren möchte und die "Werbebanner" sind unbeliebt.

Daher bitte ich meine zahlreichen Leser um Unterstützung. Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 5,- Euro monatlich einbringen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, der Fortbestand gesichert sowie Werbebanner reduziert werden.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber


Meerbusch – Auch in Meerbusch hat die Rheinbahn in den ver­gan­ge­nen Wochen sämt­li­che Bus- und Bahnhaltestellenschilder aus­ge­tauscht.

Die Gründe, zu einer Bus- oder Bahnhaltestelle eine Herzensbeziehung auf­zu­bauen, kön­nen viel­fäl­tig sein: „Von da bis ich 20 Jahre lang mit dem Bus zur Arbeit gefah­ren”, „Dort haben wir uns immer mit der Clique vor der Schule getrof­fen” oder „An der Haltestelle habe ich meine große Liebe zum ers­ten Mal geküsst”. Für die Rheinbahn AG ist das Grund genug, aus­ran­gierte Haltestellenschilder ihren Fahrgästen offi­zi­ell zum Kauf anzu­bie­ten.

In Meerbusch hat die Rheinbahn in den ver­gan­ge­nen Wochen rund 90 Schilder samt Masten gegen neue aus­ge­tauscht. Am Samstag, 16. März 2019, 11 bis 13 Uhr, wer­den die bis 40 Jahre alten Schätzchen auf dem Gelände des Baubetriebshofes der Stadt Meerbusch an der Berta-​Benz-​Straße 8 in Strümp zum Stückpreis von 20 Euro als Erinnerungsstücke an Liebhaber ver­kauft. Der Erlös kommt einem noch fest­zu­le­gen­den sozia­len Zweck in Meerbusch zugute. Wichtig: Reservierungen ein­zel­ner Schilder sind nicht mög­lich.

Bürgermeisterin Angelika Mielke-​Westerlage, Helmuth Höhn vom Bereich Unternehmensentwicklung der Rheinbahn und Hans Männel, Vorsitzender des Vereins „Linie D” – Arbeitsgemeinschaft Historischer Nahverkehr Düsseldorf, freuen sich schon auf die Aktion. „Ich bin über­zeugt, dass es auch in Meerbusch viele Menschen mit einer Lieblingshaltestelle gibt. Das pas­sende Schild kann dann ein schö­nes Erinnerungsstück sein. Auch für unsere Heimat- und Bürgervereine sind die Schilder ein schö­nes Stück Heimatgeschichte”, so Angelika Mielke-​Westerlage. Die Verwaltungschefin selbst durfte sich vorab zwei Exemplare aus­su­chen. Nach der Qual der Wahl ent­schied sie sich diplo­ma­tisch über alle Stadtteile hin­weg: Die Schilder „Haus Meer” und „Zur Rheinfähre” wer­den im Rathaus einen Ehrenplatz bekom­men. Wer genau diese im Visier hatte, möge sich trös­ten: Von bei­den gibt es auch ein zwei­tes Exemplar zu kau­fen.

Hans Männel, Bürgermeisterin Angelika Mielke-​Westerlage und Helmuth Höhn (von links) haben die Schilder im Stadtbauhof schon­mal begut­ach­tet. Foto: Stadt
(211 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)