Meerbusch: 90 alte Bus- und Bahnhaltestellenschilder zum Verkauf

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Auch in Meerbusch hat die Rheinbahn in den ver­gan­ge­nen Wochen sämt­li­che Bus- und Bahnhaltestellenschilder ausgetauscht. 

Die Gründe, zu einer Bus- oder Bahnhaltestelle eine Herzensbeziehung auf­zu­bauen, kön­nen viel­fäl­tig sein: „Von da bis ich 20 Jahre lang mit dem Bus zur Arbeit gefah­ren”, „Dort haben wir uns immer mit der Clique vor der Schule getrof­fen” oder „An der Haltestelle habe ich meine große Liebe zum ers­ten Mal geküsst”. Für die Rheinbahn AG ist das Grund genug, aus­ran­gierte Haltestellenschilder ihren Fahrgästen offi­zi­ell zum Kauf anzubieten.

In Meerbusch hat die Rheinbahn in den ver­gan­ge­nen Wochen rund 90 Schilder samt Masten gegen neue aus­ge­tauscht. Am Samstag, 16. März 2019, 11 bis 13 Uhr, wer­den die bis 40 Jahre alten Schätzchen auf dem Gelände des Baubetriebshofes der Stadt Meerbusch an der Berta-​Benz-​Straße 8 in Strümp zum Stückpreis von 20 Euro als Erinnerungsstücke an Liebhaber ver­kauft. Der Erlös kommt einem noch fest­zu­le­gen­den sozia­len Zweck in Meerbusch zugute. Wichtig: Reservierungen ein­zel­ner Schilder sind nicht möglich.

Bürgermeisterin Angelika Mielke-​Westerlage, Helmuth Höhn vom Bereich Unternehmensentwicklung der Rheinbahn und Hans Männel, Vorsitzender des Vereins „Linie D” – Arbeitsgemeinschaft Historischer Nahverkehr Düsseldorf, freuen sich schon auf die Aktion. „Ich bin über­zeugt, dass es auch in Meerbusch viele Menschen mit einer Lieblingshaltestelle gibt. Das pas­sende Schild kann dann ein schö­nes Erinnerungsstück sein. Auch für unsere Heimat- und Bürgervereine sind die Schilder ein schö­nes Stück Heimatgeschichte”, so Angelika Mielke-​Westerlage. Die Verwaltungschefin selbst durfte sich vorab zwei Exemplare aus­su­chen. Nach der Qual der Wahl ent­schied sie sich diplo­ma­tisch über alle Stadtteile hin­weg: Die Schilder „Haus Meer” und „Zur Rheinfähre” wer­den im Rathaus einen Ehrenplatz bekom­men. Wer genau diese im Visier hatte, möge sich trös­ten: Von bei­den gibt es auch ein zwei­tes Exemplar zu kaufen.

Hans Männel, Bürgermeisterin Angelika Mielke-​Westerlage und Helmuth Höhn (von links) haben die Schilder im Stadtbauhof schon­mal begut­ach­tet. Foto: Stadt
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