Jüchen: Projektvorhaben Grünfläche Tagebaurandbereich

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Robert Schilken, Herausgeber



Jüchen – Südlich von Jüchen, in der Nähe des Vielheckerhofes, wird zur­zeit in Zusammenarbeit zwi­schen dem Zweckverband Tagebaufolge(n)landschaft Garzweiler, RWE Power und der Stadt Jüchen ein land­schafts­pfle­ge­ri­sches Initialprojekt als ers­ter Baustein für das „Grüne Band“ umgesetzt.

Dieses soll den Tagebau Garzweiler umschlie­ßen und ver­schie­dene Landschaftselemente sowohl mit­ein­an­der ver­net­zen als auch tou­ris­tisch erschlie­ßen. Gleichzeitig soll es den Übergang zur groß­flä­chi­gen Rekultivierung markieren.

Hierfür wird eine ca. 4.000 m² große, zwi­schen der Grubenrandstraße und der Tagebaukante gele­gene Brachfläche so gestal­tet, dass sie den unter­schied­lichs­ten Tieren und Pflanzen einen art­ge­rech­ten Lebensraum bie­ten kann. Aufgrund ihrer Bodenstrukturen bie­tet die aus­ge­wählte Fläche auf klei­nem Raum ein hohes Entwicklungspotenzial und lässt sich mit über­schau­ba­rem Aufwand im Sinne des Natur- und Artenschutzes anreichern.

Im Detail wer­den auf der Fläche fol­gende typi­sche Lebensraumelemente geschaffen:

  • Artenreiche Blühwiese als Habitat für Bienen, Schmetterlinge, Käfer, Spinnen und Vögel
  • Feuchtwiese mit tem­po­rä­ren Tümpeln als Habitat für Amphibien
  • Obstbäume und Wildstrauchhecken als Habitat für Vögel, Kleinsäuger, Fledermäuse und Insekten
  • Nisthügel aus Lösslehm zur Förderung von Wildbienen
  • Steinhaufen und Totholzhaufen als Habitat für Reptilien, Kleinsäuger und sons­tige Wärme lie­bende Arten
  • Insektenhotel als Nist- und Überwinterungshilfe

Die Neugestaltung ver­folgt das Ziel, die Vielfalt von Fauna und Flora (Biodiversität) zu erhö­hen und in Anbetracht des Besorgnis erre­gen­den Insektenrückgangs ein Signal zu set­zen. Vor allem die auf beson­dere Standortbedingungen spe­zia­li­sier­ten Arten kön­nen eine neue Heimat fin­den und spä­ter von hier aus die in der Nachbarschaft suk­zes­siv ent­ste­hen­den Rekultivierungsflächen des Tagebaus besiedeln.

Ein bequem zu bege­hen­der Fußweg wird die Artenschutzfläche von der Jülicher Straße aus erschlie­ßen. Sitzgelegenheiten sol­len die Besucher zum Verweilen ein­la­den, eine Informationstafel wird zudem über die öko­lo­gi­sche Bedeutung und Vielfalt der dar­ge­stell­ten Lebensraumelemente infor­mie­ren. Wer die Fläche mit dem PKW ansteu­ern möchte, fin­det dort in begrenz­ter Anzahl Stellplätze.

Die Einweihung ist Anfang Mai geplant. Danach wird das Areal für die Öffentlichkeit zur Verfügung ste­hen, wenn die neu gepflanz­ten Gehölze aus­ge­trie­ben und die Kräuter- und Wiesenansaaten sicht­bar sind. 

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