Neuss: Nachpflanzung auf dem Stadtwalddamm

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Das Amt für Stadtgrün, Umwelt und Klima plant die schritt­weise Umstrukturierung der Kastanienallee par­al­lel zum Nordkanal zwi­schen Geulenstraße und Konrad-Adenauer-Ring. 

Hierzu wer­den die vor­han­de­nen Lücken in der Allee mit Lindenbäumen im Herbst 2019 bepflanzt. Gerade die Linde hat sich auf ähn­li­chen Standorten bewährt und kann sich auch dort gut ent­wi­ckeln. Durch die Verwendung die­ser Baumart wird die lang­fris­tige Erhaltung der his­to­ri­schen Baumallee gewähr­leis­tet. Wie alle leben­den Organismen unter­lie­gen die circa 100-​jährigen Alleebäume den Gesetzen der Vergänglichkeit.

Gerade die Rosskastanien lei­den seit Jahren an ver­schie­de­nen Krankheiten und Schäden, die Ihre Funktion für das Stadtgrün min­dern und in eini­gen Fällen auch zum Absterben füh­ren. Insbesondere bei Altbäumen kommt es oft­mals zu star­ken Einfaulungen, bei denen sich schnell Fäulepilze aus­bil­den, die die Holzzersetzung forcieren.

Diese Entwicklung wurde durch Windbrüche bei den Stürmen der letz­ten Zeit noch beschleu­nigt. Zudem lei­den die Rosskastanien stark unter der seit dem Jahr 2000 auf­ge­tre­te­nen Kastanienkomplexerkrankung, ver­ur­sacht durch ein Bakterium.

Daher müs­sen von den vor­han­de­nen 118 Bäumen neun Bäume aus Gründen der Verkehrssicherung gefällt wer­den. Dies wird vor­aus­sicht­lich Ende Februar gesche­hen. Anschließend wer­den die ver­blei­ben­den Altbäume einer Kronenpflege unter­zo­gen. Dies ist erfor­der­lich, um die Baumkronen, die durch die Sturmereignisse der letz­ten Jahre stark beschä­digt wur­den, beim Neuaufbau einer geschlos­se­nen Krone zu unter­stüt­zen, damit wei­te­rer Windbruch redu­ziert wer­den kann. Die Nachpflanzung der Bäume wird nach Abschluss der Baumsanierung im kom­men­den Herbst erfolgen.

Im Rahmen eines ziel­füh­ren­den Baummanagements sind sowohl die gegen­wär­ti­gen Bedingungen, wie auch das künf­tige Entwicklungspotential der Bäume zu berück­sich­ti­gen. Dazu gehört einer­seits alte Bäume so lange wie mög­lich zu behal­ten, ande­rer­seits durch ein Konzept der kon­ti­nu­ier­li­chen Baumerneuerung die Allee lang­fris­tig zu sichern.

(28 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)