Neuss: Abschlussmeldung: Brand in einer Werkhalle am Habichtweg in Grimlinghausen

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss (ots) Am gest­ri­gen Freitag, den 15.02.2019 kam es gegen 18:58 Uhr am Habichtweg in Neuss Grimlinghausen zu einem Brand in einer Werkhalle. 

Bereits auf der Anfahrt bestä­tigte sich die Meldung der Anrufer; ein Feuerschein und eine mas­sive Rauchsäule war bereits von wei­tem zu erken­nen. Auf Grund des­sen wurde noch auf der Anfahrt die Alarmstufe erhöht und wei­tere Löschzüge nach­ge­for­dert. Bei Ankunft der ers­ten Kräfte an der Einsatzstelle, bestä­tigte sich die Meldung, eine 30x40 Meter große Werkhalle eines holz­ver­ar­bei­ten­den Betriebes stand in Vollbrand. Das Feuer drohte auf eine Nachbarhalle sowie den direkt bau­lich angren­zen­den Verwaltungsteil überzugreifen.

Sofort wurde durch die erst­ein­tref­fen­den Kräfte eine Riegelstellung auf­ge­baut, die das Überschlagen der Flammen auf die akut bedrohte Nachbarhalle und den direkt bau­lich angren­zen­den Verwaltungsteil erfolg­reich ver­hin­dern konnte. Zeitgleich wurde auf Grund der per­so­nal­in­ten­si­ven Löscharbeiten Vollalarm für alle Löschzüge der Feuerwehr Neuss aus­ge­löst, und ein mas­si­ver Löschangriff über Drehleitern und boden­ge­bun­den von allen Hallenseiten eingeleitet.

Insgesamt waren zeit­gleich drei Wenderohre (2000l/​min) über Drehleitern, zwei B‑Rohre (500l/​min) und acht C‑Rohre (150l/​min) im Einsatz. So wur­den zeit­gleich 8200 Liter Wasser pro Minute aus dem aus dem Wasserleitungsnetz auf den Brandabschnitt abge­ge­ben. Gegen 22 Uhr war der Brand unter Kontrolle.

Wegen der star­ken Rauchentwicklung wurde für die in Windrichtung gele­ge­nen Stadtteile Gnadental, Grimlinghausen und die Innenstadt eine vor­sorg­li­che Warnung über die Warnapp Nina, Radiodurchsagen, Warnfahrzeuge mit Lautsprecherdurchsagen sowie über die Sozialen Medien her­aus­ge­ge­ben. Anwohner soll­ten Türen und Fenster geschlos­sen hal­ten, da eine Gefährdung durch Rauchgase zunächst nicht aus­ge­schlos­sen wer­den konnte.

Zeitgleich ent­sen­dete die Feuerwehr meh­rere Messfahrzeuge in die betrof­fe­nen Stadtteile und kon­trol­lierte die Luftqualität. Alle Messungen waren ohne schad­stoff­re­le­vante Feststellung, ledig­lich konnte eine Geruchsbelästigung fest­ge­stellt werden.

Aufgrund der durch den Brand in Mitleidenschaft gezo­ge­nen Statik der Halle, war ein Betreten der Brandstelle für Nachlöscharbeiten nicht mög­lich. Um aller­dings alle Glutnester und immer wie­der auf­lo­dern­den Brandstellen ablö­schen zu kön­nen, wurde das THW Neuss mit einem Abrissbagger und Radlader ange­for­dert. Mithilfe des THW wur­den dann Teile der Halle abge­ris­sen und ent­fernt, um alle Glutnester errei­chen zu kön­nen. Gegen 5:30 Uhr waren die umfang­rei­chen Nachlöscharbeiten been­det. Um 6:30 Uhr am Morgen wurde die Brandstelle an den Eigentümer und die Polizei über­ge­ben, die die Ermittlungen zur Brandursache auf­ge­nom­men hat.

Während der Löscharbeiten ver­letzte sich ein Feuerwehrmann leicht, und wurde vor Ort ambu­lant durch den Rettungsdienst behan­delt. Insgesamt waren über die gesamte Einsatzdauer 153 Kräfte im Einsatz.

Diese wur­den unter­stützt vom THW OV Neuss mit einem Radlader und einem Abrissbagger, der Führungsgruppe des Rhein-​Kreis Neuss, die den Einsatzabschnitt Messen koor­di­nierte. Ebenso unter­stützte uns die Feuerwehr Kaarst mit einem Schadstoffmessfahrzeug sowie die Feuerwehr Jüchen mit einem Warnfahrzeug. Die Einsatzverpflegung an der Einsatzstelle über­nah­men die Malteser aus Neuss.

Foto: Feuerwehr
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