Kaarster gegen Fluglärm e.V.: Nach der Germania-​Pleite – Slots ein­be­hal­ten statt sie neu zu verteilen

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Robert Schilken, Herausgeber



Kaarst – Der Flughafenkoordinator soll die nach der Insolvenz von Germania frei gewor­de­nen Slots am Flughafen Düsseldorf ein­be­hal­ten statt sie neu zu ver­tei­len,“ diese Auffassung ver­tritt der Vorsitzende des Vereins „Kaarster gegen Fluglärm e.V.“, Werner Kindsmüller. 

Laudamotion, die im Eigentum von Ryanair ist, hat nach Presseberichten (14.02.2019) gefor­dert, die Flugrechte zu über­neh­men. „Eine Einbehaltung der Slots bie­tet gleich meh­rere Vorteile. Durch Verknappung der Slots könnte der Flughafen Düsseldorf, des­sen tech­ni­schen Kapazitäten bereits über­las­tet sind, ent­las­tet wer­den. Er könnte dann viel­leicht wie­der zu einem ord­nungs­ge­mä­ßen Flugverkehr zurückkommen.

Angesichts der erwar­te­ten Rekordzahlen für die­ses Jahr ist andern­falls mit noch mehr Chaos zu rech­nen als im ver­gan­ge­nen Jahr,“ so Kindsmüller. Die Vergabe der Slots an Laudamotion bzw. Ryanair würde den Standort Weeze gefähr­den, befürch­tet Kindsmüller. „Ryanair hat bereits ange­kün­digt, im Sommer 40% weni­ger Plätze in Weeze anzu­bie­ten. Zusätzliche Slots in Düsseldorf wür­den den bis­her pro­fi­ta­bel arbei­ten­den Regionalflughafen mög­li­cher­weise in sei­ner Existenz gefährden.“

Eine Verknappung des Angebots in Düsseldorf könne ander­seits den rui­nö­sen Preiswettbewerb brem­sen, der in den ver­gan­ge­nen Jahren die Qualität des Angebots ver­schlech­tert und die Belastung für die Anlieger erhöht habe. „Eine Einbehaltung der Flugrechte von Germania würde sich auch posi­tiv auf die Nachtruhe aus­wir­ken. Angesichts von 2.436 Landungen außer­halb der Betriebszeiten im ver­gan­ge­nen Jahr besteht nun dazu die Chance.“

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